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Beitragvon gehtscho32 » Di 5. Nov 2019, 23:43

Wie lange wartet ihr dort während der Triage?
Die letzten Monate kaum Veränderung - jede Übergabe (ab Eintritt zur Vorstellung) dauert ca 10-15 min. Spitzenwert 40 min.
Trauma Pat. sind insbesonders schwierig.

Andere Spitäler (AKH, WSP, Hietzing, Rudolfstiftung, KFJ) brauchen für die Manchester Triage ca 1-5 min
(alles ohne Wartezeiten vor der Tür gerechnet!)

Bei Routinebetrieb sind wir ja noch lange nicht.
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Beitragvon eklass » Mi 6. Nov 2019, 00:50

Ich war bisher nur des nächtens dort mit normalem Nachtdienstandrang (vergleichbar mit WSP) da gings auch genauso schnell wie im WSP
... aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen
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Beitragvon Leitstelle » Mi 6. Nov 2019, 14:29

Längste Wartezeit war bisher mit 2 Patienten vor uns bei 15 Min.
Allerdings hab ich auch schon 10 Min. gewartet ohne, dass irgendwer vorher drangekommen ist, weil die Triage einfach nicht besetzt war.
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Beitragvon ThomasdL » Mi 6. Nov 2019, 20:17

Das kann ich so nicht bestätigen - die Übergabe geht meistens nicht langsamer oder schneller als in anderen Spitälern (Ausnahme AKH). Jedoch warte ich vergleichsweise immer sehr lange bis ich drankomme.
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Beitragvon RedTiger » Do 7. Nov 2019, 05:48

Kommt immer auf die übernehmenden DGKS/P an - wie in allen anderen Häusern auch.
Auch wenn die Manchester Triage ja ein "Standardisiertes System" sein sollte und deshalb eigentlich immer und überall gleich sein sollte - tja die Realität ist anders. Kommt natürlich auch immer darauf an wie die DGKS/P die Übergabe vom RD haben möchte. Wirft sie einen kurzen Blick auf das Protokoll und hört sich die Zusammenfassung der wichtigsten Informationen an oder will jemand eine Übergabe entsprechend der "SOP" und will quasi ABCDE/OPQRST/SAMPLER/alle Vitalwerte aufgesagt haben (zum Glück selten). Wird der Patient nochmal alles vom Manchaster-Protokoll gefragt oder wird das meiste von unserem Protokoll übernommen...
So kann es halt 1 min. dauern oder auch 10...
Entscheidend ist oft die Wartezeit bis man mal zur Triage kommt, während etwa AKH/KHR/KAR die Rettungen immer gegenüber Selbsteinweisern vorziehen ist es bspw. im WSP/KHN durchaus auch - wieder mal DGKS/P abhängig ob die bereits wartende (nächste) Rettung drankommt oder der nächste Selbsteinweiser.
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Beitragvon eklass » Fr 8. Nov 2019, 02:08

Bisserl off-topic.: Großes Lob fürs gendern, ist aber so nicht notwendig, die Berufsbezeichnung der „Schwester“ gibt es nicht mehr, die weibliche Form lautet Pflegerin bzw. DGKP :)
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... aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen
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Beitragvon RedTiger » Fr 8. Nov 2019, 08:30

eklass hat geschrieben:Bisserl off-topic.: Großes Lob fürs gendern, ist aber so nicht notwendig, die Berufsbezeichnung der „Schwester“ gibt es nicht mehr, die weibliche Form lautet Pflegerin bzw. DGKP :)


Danke für die Aufklärung - das ging an mir anscheinend vorbei das es jetzt einheitlich DGKP heißt.
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Beitragvon eklass » Fr 8. Nov 2019, 23:19

Kein Ding, bei den PatientInnen wirds auch noch länger nicht angekommen sein ;)
Aber du ersparst dir das tippen :)
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Beitragvon Icemann » Sa 9. Nov 2019, 01:41

Also im offiziellen Sprachgebrauch heißt es seit einigen Jahren nun dgkpp

Diplomierte gesundheits und Krankenpflege Person.

Das wäre der Gender neutrale Ausdruck.
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Beitragvon 1492 » Sa 9. Nov 2019, 11:30

eklass hat die Formulierung richtig genannt: DGKP ... "Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin" bzw. "Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger"... siehe auch https://www.gesundheit.gv.at/gesundheit ... kenpfleger

weiters zur besseren Erklärung des Triagesystems:
https://pflege-professionell.at/triage- ... otaufnahme

es gibt derzeit so viele Einflüsse:
großes & neues Team, Personalfluktuation, Personalmangel (wo nicht...) & eine endlose Möglichkeit an Aufgaben die im Eingangsbereich nicht wahrgenommen werden ("sollen"):
Schockraumbetreuung, Notfallstation, 10 Ambulanzkojen (allgemeinmedizinisch bzw. internistisch, unfallchirurgisch, gynäkologisch, Konsilbetreuungen diverser Fachrichtungen je nach Erfordernis/Verfügbarkeit), Herzalarmbetreuung im Haus, arztbegleitete hausinterne Verlegungen, Hubschrauberabholungen, ambulanter Beobachtungsbereich, ... wir haben gar nicht so wenige "Background" Aufgaben in der ZNA und ja natürlich auch vordergründige Einflussfaktoren wie zB. Kolleg/innen die im Bereich der Ersteinschätzung supervisioniert/eingeschult werden

Prinzipiell bemühen wir uns die Ersteinschätzung in der pflegerischen Tätigkeit sehr, sehr hoch zu priorisieren - sprich sobald potentiell mehr als 10 Minuten Wartezeit vor der Ersteinschätzung entstehen könnten den 2en Einschätzungsraum zu besetzen... gelingt uns auch sehr oft - aber nicht durchgängig, insbesondere in der Nacht stellt dies mit der existierenden Personalstruktur eine besondere Herausforderung dar.

40 Minuten sind aber klar zu lange und sollten/dürfen in dieser Form auch nicht (mehr) vorkommen... ich empfehle hier das direkte Gespräch zu suchen... "durchs Reden kommen die Leute zam" und Missverständnisse können vl. gleich vor Ort ausgeräumt werden... es gibt mittlerweile ein Betriebsorganisationskomittee um Prozesse zu evaluieren und spürbar zu verbessern - auch hier gibt es bereits erste Resultate die umgesetzt werden.

Ich darf dich fragen - was ist "insbesonders bei Traumapatient/innen" schwierig ? gerne auch via PN

Faktoren weshalb es auch im Ersteinschätzungsraum dauern kann:
wie RedTiger (ich nehme an: #Name entfernt von eklass, jeder User möge selbst entscheiden dürfen, wieviel er von sich preisgibt#, oder irre ich mich?) absolut richtig geschrieben hat: "wo viele Menschen arbeiten..... gibts auf allen Seiten viele Möglichkeiten" ...
mit der Ersteinschätzung ist eine enorme Verantwortung im intramuralen Aufenthaltsverlauf verbunden... daher ist die Vorgabe die Vitalparameter bei Eintreffen in der Ersteinschätzung nochmals detailliert zu erheben und nicht lediglich zu übernehmen sehr sinnvoll und klar umzusetzen - auch die kognitive Situation der Patient/innen ist nach Möglichkeit im Gespräch zu überprüfen und deren Verständnis für das Hauptbeschwerdebild zu evaluieren.. ist nicht böse und gegen den RD gemeint...soll auch auf gar keinen Fall Misstrauen signalisieren...aber die Wartezeit kann bis Arztkontakt durchaus den Rahmen der Zeitvorgaben in der Manchester Triage in den Bereichen 4 und 5 (auch deutlich) überschreiten (90 bzw. 120 Minuten max. Soll-Planzeit) ... hier wird ggf. auch nachtriagiert... aber es darf halt einfach nichts übersehen werden. Zeitvorgabe vom MTS System: Sollzeit 5 Minuten Einschätzungszeit pro Pat.

es ist auch nicht zu vernachlässigen, dass das MTS die Dringlichkeit teilweise in anderen Kriterienpunkten bzw. in den Kriterienpunkten anders differenziert als zB AMPDS oder ABCDE ... als Beispiel ist die Körpertemperatur im MTS mehrmals unterteilt und führt zu Unterscheidungen zwischen den Ergebnissen GRÜN über GELB bis ORANGE

Ich starte auch sicherlich keine verallgemeinernde Diskussion hinsichtlich Qualität der Übergabe... hier ist das Niveau aus meiner Sicht durchaus als gut bis sehr gut zu bezeichnen - ich durfte bisher sehr, sehr viele positive Erfahrungen machen ("man kennt sich"), es bleibt aber dabei: wenn etwas in der Ersteinschätzung übersehen wird und/oder nicht erhoben wird haftet die/der DGKP ... nicht die/der übergebende Sanitäter/in...

der Vollständigkeit halber: Ausreißer in allen Ebenen gibt es natürlich immer... nur kurz mögliche Aufzählungen, die ich "vielleicht schon irgendwann selbst erlebt habe" ;-) :
    die im Rollstuhl aufrecht sitzend gebrachte Patientin mit 80 mmHg Systole und Drehschwindel welche sich kollapsgefährdet präsentiert,
    den im Status krampfenden Patienten der im Schockraum ohne Aviso landet,
    der Patient in CO2 Narkose (pCO2 140 mmHg der "plötzlich" bewusstlos wurde...)
    der erbrechende Pflegeheimpatient - abgsaugepflichtig...
    die Patientin mit therapieresistenten Kopfschmerzen, der beim letzten Aufenthalt bereits empfohlen wurde bei anhaltenden Beschwerden eine neurologische Ambulanz aufzusuchen....aus Systemgründen wird die Patienten aber internistisch durch den RD hospitalisiert
... also Überraschungen gibt es auch hier vereinzelt... und diese gilt es in der Masse herauszufischen... mal offensichtlicher...mal mehr versteckt... und diese Detektivarbeit bzw. Problemlösungszeiten kosten halt leider manchmal Zeit .. und auch Energie - und JA auch "Selbsteinweiser" sind oftmals schwer erkrankt oder verletzt... und das gar nicht soooooo selten wie man glauben sollte ;-)

mögliche Triageergebnisse:
Einstufung von 1 bis 5 in der Dringlichkeit, Zuordnung in die fallführende Fachdisziplin, Zuordnung eines Wartebereiches, Anforderung der Ableitung eines EKG`s durch eine/n vorab intern definierte/n DGKP, etc...)

weitere Punkte:
ein gar nicht kleiner Teil des pflegerischen Teams ist auch präklinisch tätig... quer verstreut über Bundesländer und Organisationen - also auch hier gibt es durchaus Verständnis für diese Anliegen, da man absolut "im selben Boot sitzt"..

dass der gegenseitige Umgang mit hoher Wertschätzung erfolgen sollte versteht sich von selbst und wird auch seitens der Leitungsebene (pflegerisch und ärztlich) von allen Mitarbeiter/innen im KH Nord korrekterweise eingefordert

mittlerweile haben wir auch NFS und NKV Praktikant/innen, die bei uns Praktika absolvieren und hier Einblicke in unseren Tätigkeitsbereich erhalten

ich für mich persönlich kann also sehr wohl einen positiven Trend erkennen und arbeite sehr gerne an dieser Örtlichkeit
"Probleme" bei der Schnittstelle "Patient/innen Übergabe / Ersteinschätzung" habe ich subjektiv im Promillebereich.. und auch hier kommt es einfach nur darauf an wie man damit umgeht.... ich kenne viele Kolleg/innen aus dem Wiener RD auch privat und schätze sie alle sehr...
- ich hoffe, dass dir dieser kleine Einblick in die "Rolle auf der anderen Seite der Übergabe" ein wenig Hintergrundperspektiven aufgezeigt hat, ohne dass ich betriebliche Vorschriften missachtet habe... ;-)
Zuletzt geändert von eklass am So 10. Nov 2019, 23:57, insgesamt 1-mal geändert.
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