Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Rettungsbezogenes in den Medien

Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon anumpho » Mo 30. Sep 2019, 12:33

Hallo!
In der Steiermark beginnt das RK Heimfahrten zw. 2 und 4 Uhr für Selbstkimmer und Pat. Die von anderen RD eingeliefert wurden aufgrund Personal knappheit.

Ist das eine steirische Idee oder gibts das öfter? Und wie seht ihr die Notwendigkeit eines Heimtransport um z.B. 3 Uhr früh?

https://www.kleinezeitung.at/steiermark ... s-Ambulanz

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Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon RK_RD » Mo 30. Sep 2019, 12:55

Kann man den Artikel bitte hier Posten.

Ohne Abo geht's nicht.
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Re: Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon anumpho » Mo 30. Sep 2019, 13:21

RK_RD hat geschrieben:Kann man den Artikel bitte hier Posten.

Ohne Abo geht's nicht.
"Die personellen Ressourcen werden auch im Kranken- und Rettungstransport beim Roten Kreuz knapper. Unnötige Fahrtkilometer sollen möglichst eingespart werden. Eine erste Folge: Die Rettungsorganisation hat nun die Träger der steirischen Spitäler per E-Mail darüber informiert, dass sie zwischen 2 und 4 Uhr früh keine Rücktransporte aus Ambulanzen mehr durchführen werde.
„Das stimmt, gilt aber nur für jene Patienten, die nicht von uns ins Spital gebracht wurden“, bestätigt Rotkreuz-Sprecher August Bäck. Es komme immer wieder vor, dass für Selbsteinweisungen oder mit anderen Rettungsdiensten eingelieferte Patienten ein Heimtransport durch das Rote Kreuz angefordert werde. Das habe man nun abgestellt. Generell gebe es zwischen Mitternacht und 6 Uhr früh in der ganzen Steiermark im Schnitt ohnehin nur vier bis fünf Ambulanzfahrten, vorwiegend betreffe das Graz.
Notfälle sind von der Regelung ausgenommen. Hintergrund: Nachtdienste beim Roten Kreuz werden vorwiegend von freiwilligen Mitarbeitern bestritten. Viele von ihnen gehen nebenbei auch einer geregelten Arbeit nach. Ihre Dienste sollen nicht durch Leerfahrten oder Wartezeiten unnötig in die Länge gezogen werden.
Für die Tagdienste bleibt hingegen der anhaltende Rückgang an Zivildienern ein Problem. In der Regierungssitzung am Donnerstag soll auf Antrag von LH-Stellvertreter Michael Schickhofer beschlossen werden, dem Roten Kreuz im kommenden Jahr 3,5 Millionen Euro zur Sicherstellung des Rettungsdienstes zuzuschießen. Das sind um 700.000 Euro mehr als zuletzt.
Mit dem Betrag sollen 20 zusätzliche Stellen für hauptberufliche Rettungssanitäter finanziert werden, um die fehlenden Zivildiener zumindest teilweise zu kompensieren. Heuer muss das Rote Kreuz mit 45 Zivi-Zuweisungen weniger als geplant auskommen."

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Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon Icemann » Mo 30. Sep 2019, 13:31

Ich find das in Ordnung, wenn jemand selbst um 3 in der früh kommt, und um 4 wieder fertig ist dann kann er selbst auch wieder heimfahren.

Man versucht den ehrenamtlichen ein wenig mehr Schlaf zukommen zu lassen.
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Re: Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon Menico » Mo 30. Sep 2019, 14:01

anumpho hat geschrieben:Generell gebe es zwischen Mitternacht und 6 Uhr früh in der ganzen Steiermark im Schnitt ohnehin nur vier bis fünf Ambulanzfahrten, vorwiegend betreffe das Graz.


Was bringt die Regelung denn dann bitte? Wegen 4-5 Fahrten ein Fass auf zu machen von denen vll. dann sogar nur 2 in den Zeitraum zwischen 2 und 4 Uhr fallen...

Wenn es indiziert ist (z.B. nicht gehfähig, dement, etc..) ist es absolut legitim ein Fahrzeug zu schicken.. Dafür sind wir da.. Auch zwischen 2 und 4.

Wenn es NICHT indiziert ist darf auch kein Fahrzeug kommen bzw. Transport stattfinden, EGAL um welche Uhrzeit.
Da sind vornehmlich die Krankenanstalten und Leitstellen gefragt. Und natürlich sollten auch die Teams die zu den Einsätzen gerufen werden, hinterfragen ob es ein gerechtfertigter Einsatz ist und ggf. ablehnen oder Meldung an die zuständigen Stellen machen.

Konsequenz wird halt sein, dass die Patienten bis 4 Uhr warten werden um dann doch transportiert zu werden. Oder eben mit anderen Organisationen verschifft werden... Ändert genau 0 am eigentlichen Problem...
Zuletzt geändert von Menico am Mo 30. Sep 2019, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon VenFlow » Mo 30. Sep 2019, 18:33

Ich sehe dies als Versuch das bestehende Monopol des "Vereins" noch zu verstärken und alle Mitbewerber wie das GRK und den ASBÖ zu liquidieren. Hierzu verweise ich auf den Satz: "Es komme immer wieder vor, dass für Selbsteinweisungen oder mit anderen Rettungsdiensten eingelieferte Patienten ein Heimtransport durch das Rote Kreuz angefordert werde."
Denn dies sind wie dargestellt nur 4 - 5 Fahrten in der Nacht und fast ausschließlich in Graz und marginal in Graz - Umgebung, von daher ist hier der Versuch eines Monopolisten zur Marktbereinigung zu sehen da ich dann nicht mehr um 20.00 den ASBÖ rufen kann bei dem berühmten "Sturz im Pflegeheim" sondern auf den "Verein" zurückgreifen muss, da beim LKH sich die Diagnostik locker bis Nachts um drei hinziehen kann und ja man mag die Fahrten nicht, aber wenn jemand deren Indikation in Frage stellt können wir gerne diskutieren.
Bezüglich des Aspektes, dass: "Viele von ihnen gehen nebenbei auch einer geregelten Arbeit nach. Ihre Dienste sollen nicht durch Leerfahrten oder Wartezeiten unnötig in die Länge gezogen werden." Oh wunder ich erkläre den Ehrenamtlichen generell, dass sie vor Diensten in ihrem Brotberuf keine Nachtdienste machen sollen, da niemand kann ihnen garantieren, dass sie zur Ruhe kommen und es ist gefährlich in der Nacht Rettungsdienst zu fahren und am Tag zu arbeiten und zwar ziemlich egal in welcher Tätigkeit, aber dann wäre des "Vereins" liebstes Spielzeug kaputt.
PS: Eins habe ich ganz übersehen: Der "Verein" meint die Ehrenamtlichen "gehen nebenbei" ihrer Arbeit nach. Ich erkläre immer, dass ich "nebenbei" Ehrenamtlich tätig bin, doch da sollte eigentlich für jeden die Gesinnung einiger "Führungskräfte" des "Vereins" ersichtlich sein. Wobei das auch bei den anderen HiOrg in Österreich kaum besser ist.
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Beitragvon Amphiaraos » Mo 30. Sep 2019, 18:58

anumpho hat geschrieben:Ist das eine steirische Idee oder gibts das öfter? Und wie seht ihr die Notwendigkeit eines Heimtransport um z.B. 3 Uhr früh?


Also in OÖ und Salzburg gibt es so was nicht, dh. wenn das Krankenhaus einen Transport anfordert wird gefahren. Es wurde mal in Salzburg versucht gehende Heimtransporte zu hinterfragen/verweigern/verbieten, das hat nur dazu geführt, dass halt sitzend in der Leitstelle bestellt wird.

anumpho hat geschrieben: Und wie seht ihr die Notwendigkeit eines Heimtransport um z.B. 3 Uhr früh?

Die Frage die sich hier stellt ist, was ist die Alternative. Die Oma im Krankenhaus bis 6 Uhr warten lassen. Da wird das Krankenhaus/Pflegepersonal verständlicherweise nicht mitspielen.

Und jetzt hole ich meine Kristallkugel raus und stelle folgende Theorie für die Steiermark auf:
Die Fahrten in der Nacht werden zunehmen, da sich die Selbsteinweiser in Zukunft vom RK ins Krankenhaus fahren lassen um einen gesicherten Rücktransport zu haben.
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Beitragvon sani223 » Mo 30. Sep 2019, 22:22

anumpho hat geschrieben:Hallo!
In der Steiermark beginnt das RK Heimfahrten zw. 2 und 4 Uhr für Selbstkimmer und Pat. Die von anderen RD eingeliefert wurden aufgrund Personal knappheit.

Ist das eine steirische Idee oder gibts das öfter? Und wie seht ihr die Notwendigkeit eines Heimtransport um z.B. 3 Uhr früh?

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Wieso bringen die anderen RD's die Pat. nicht selbst nachhause !?
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Ambulante Heimtransporte in der Nacht

Beitragvon r3dmedic » Di 1. Okt 2019, 06:24

Ich als Steirer misch mich kurz ein.
Die Info haben wir schon länger bekommen, die einzigen die draus eine Story machen und das ganze künstlich aufblasen ist die Kleine Zeitung.
Ich kann euch den genauen Inhalt der Info nicht weitergeben, jedoch betriffts nur Patienten die zwischen 2 und 4 Uhr nicht vom RK Steiermark ins KH gebracht wurden.
Demente, Schwangere etc. sind von der Regelung ausgenommen.
Also es kommt jeder nach Hause, es sind wirklich nur wenig bis keine Fahrten die damit "abgelehnt" werden.
Unterm Strich wäre das ganze keinen Beitrag, und schon gar keine Diskussion Wert.
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Beitragvon Sam Splint » Di 1. Okt 2019, 07:20

Ich verstehe dennoch nicht ganz, wieso die Patienten das Spital nicht einfach genau so wieder verlassen, wie sie eingeliefert wurden. Wenn der ASB bringt, holt der ASB auch wieder, bei den anderen Organisationen exakt das selbe in Grün. Ist doch nicht so schwer, oder?
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