Qualitätskriterien Rettungsdienst/Krankentransport

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Qualitätskriterien Rettungsdienst/Krankentransport

Beitragvon Amphiaraos » Mi 10. Jul 2019, 11:39

Nachdem in letzter Zeit immer viel über die Qualität im RD geschrieben wurde, interessiert es mich wie ihr die Qualität definiert.
Welche Kriterien/KPI`s habt ihr um die verschiedenen Rettungsdienste/Ausbildungen zu vergleichen.
Bitte dies soll kein Beitrag werden um über Einzellfehler von RS/NFS herzuziehen. Da kann man überall Negativbeispiele finden.
Mich interessiert woher Aussagen wie „Der RD in xy ist besser als in zx“ kommen.
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Re: Qualitätskriterien Rettungsdienst/Krankentransport

Beitragvon bauxxxerl » Mi 10. Jul 2019, 12:01

Meinst du internationale Unterschiede oder nationale? Denn selbst innerhalb Österreichs, nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern sogar von Bezirk zu Bezirk, unterscheidet sich der RD teilweise frappierend von einander.
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Beitragvon NFG » Mi 10. Jul 2019, 17:20

An objektiven Kriterien fallen mir spontan ein:

- Eintreffzeit
- Ausbildungsdauer (länger ist wohl tendenziell besser, steigt aber sicher nicht linear)
- Einsatzfrequenz, wer nie fährt kann nix, wer durcharbeitet macht Fehler
- Durchschnittliche Berufserfahrung in Jahren
- Kompetenzen
- Komplikationsrate bei Anwendung der Kompetenzen, hier wird's schwer an Daten zu kommen, schlechte Fehlerkultur
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Beitragvon gehtscho32 » Mi 10. Jul 2019, 18:37

NFG hat geschrieben:An objektiven Kriterien fallen mir spontan ein:

- Eintreffzeit
- Ausbildungsdauer (länger ist wohl tendenziell besser, steigt aber sicher nicht linear)
- Einsatzfrequenz, wer nie fährt kann nix, wer durcharbeitet macht Fehler
- Durchschnittliche Berufserfahrung in Jahren
- Kompetenzen
- Komplikationsrate bei Anwendung der Kompetenzen, hier wird's schwer an Daten zu kommen, schlechte Fehlerkultur


Bei Kompetenzen würde ich folgendes genauer bezeichnen wollen:

- insbesondere die Anzahl der Anwendung der Notfallkompetenzen + Erfolgskontrolle (z.B. i.v. Zugang, Medikmantengabe Liste 2, Anzahl Anwendung Larynxtubus / e.t. Intubation)
- Regelmäßige Überprüfung der Kenntnisse (Prof.Check bei MA70 oder z.B.: ALS + Arzneimittellisten-Rezertifizierung für NFS bei der JUH, beides jährlich)
- Anzahl NACA 4-6 Einsätze pro Jahr
- Anzahl Notarztassistenzen Intubation, Narkose
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Beitragvon Amphiaraos » Do 11. Jul 2019, 07:54

bauxxxerl hat geschrieben:Meinst du internationale Unterschiede oder nationale? Denn selbst innerhalb Österreichs, nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern sogar von Bezirk zu Bezirk, unterscheidet sich der RD teilweise frappierend von einander.


Für mich ist das Thema für internationale und nationale Diskussionen offen.
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Beitragvon giulio » Do 11. Jul 2019, 19:58

gehtscho32 hat geschrieben:
NFG hat geschrieben:An objektiven Kriterien fallen mir spontan ein:

- Eintreffzeit
- Ausbildungsdauer (länger ist wohl tendenziell besser, steigt aber sicher nicht linear)
- Einsatzfrequenz, wer nie fährt kann nix, wer durcharbeitet macht Fehler
- Durchschnittliche Berufserfahrung in Jahren
- Kompetenzen
- Komplikationsrate bei Anwendung der Kompetenzen, hier wird's schwer an Daten zu kommen, schlechte Fehlerkultur


Bei Kompetenzen würde ich folgendes genauer bezeichnen wollen:

- insbesondere die Anzahl der Anwendung der Notfallkompetenzen + Erfolgskontrolle (z.B. i.v. Zugang, Medikmantengabe Liste 2, Anzahl Anwendung Larynxtubus / e.t. Intubation)
- Regelmäßige Überprüfung der Kenntnisse (Prof.Check bei MA70 oder z.B.: ALS + Arzneimittellisten-Rezertifizierung für NFS bei der JUH, beides jährlich)
- Anzahl NACA 4-6 Einsätze pro Jahr
- Anzahl Notarztassistenzen Intubation, Narkose



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