Paramedics made in Austria

Informationen und Hilfe zur RS- und NFS-Ausbildung

Paramedics made in Austria

Beitragvon sangirl » So 24. Mär 2019, 12:39

Hallo,

da ich nicht weiß ob es schon mal Thema war, wollte ich mal nachfragen ob sich die Ausbildung in Zukunft ändern wird bzw. es so in der Art auch mal eine Paramedic Ausbildung gibt. Man hört ja hier und da immer mal wieder von einer Diplomausbildung.
Ist da was dran?

Nachdem ein auf Instagram sehr aktiver Mitarbeiter der Ma70 derzeit in Australien ist(die Beiträge kann ich sehr empfehlen!) und aufzeigt wie es dort aufgebaut ist, würde mich interessieren ob so etwas in Österreich umsetzbar wäre bzw. angedacht ist.
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Beitragvon Menico » So 24. Mär 2019, 18:01

Ich habe gehört, dass jetzt nachdem das Ärztegesetz novelliert wurde das SanG dran ist.

Unter anderem sollen NKA und NKV in ein Modul zusammengefasst werden.

Mehr hab' ich leider noch nicht gehört.
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Beitragvon giulio » So 24. Mär 2019, 18:34

Der sehr aktiver Mitarbeiter der Ma70 ist ein ganz normaler Sanitäter im Fahrdienst, der sich halt als Influenzer versucht.
Es gab eine Diplomausbildung mit eigens gestaltetem Curriculum, die einige meiner Kollegen abgeschlossen haben. Derzeit gibt es eine Arbeitsgruppe bzgl. der Überarbeitung des SanG. Aber solange das RK der größte Player bleibt wird sich nicht viel ändern und wir können uns das Diplom an Häusltür hängen.
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Beitragvon RedTiger » So 24. Mär 2019, 19:22

Es gibt momentan eine Evaluierung des SanG.
In der Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums sind alle nennenswerten Rettungsorganisationen vertreten. Diese haben bereits einige Vorschläge zu Änderungen erarbeitet, bis zu deren nächsten Sitzungen sollen die Organisationen endgültige Vorschläge zur Novellierung einbringen.

Über einige Dinge (Anpassung der Verschwiegensheits-/Dokumentationspflicht an die DSVGO, Zusammenlegung NKA/NKV, etc.) herrscht wohl Einigkeit. Sonst gibt es aber von den diversen Organisationen diverseste Vorschläge und Wünsche, etwa weitere Notkompetenzen (i.O.-Zugang, Thoraxentlastung), NKV als Regelkompetenz, mehr Ausbildungsstunden für den RS, ausbildungsabhängige Rezertifizierungen, uvm. bis hin zum Dipl. NFS.

Wie giulio aber bereits so schön bemerkt hat, das RK ist unangefochtener Marktführer - alle anderen fallen damit unter "ferner liefen". Hinzu kommt natürlich auch die politische Großwetterlage - da schaut es für die Rettung des roten Wien oder für den rot-affinen ASB (jaja, natürlich offiziell unabhängig - trotzdem lässt sich personell, als auch die historisch gewachsene ideelle Nähe nicht leugnen) wohl auch nicht so rosig aus...

Insofern, kann man damit rechnen, dass das Gesundheitsministerium sicher nichts ins Gesetz schreiben wird, was der Marktführer nicht will.
Zuletzt geändert von RedTiger am So 24. Mär 2019, 19:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Paramedics made in Austria

Beitragvon leibschüsselfahrer » So 24. Mär 2019, 20:14

Da geht's nicht um den Marktführer, da geht's drum, dass die Bundesländer und Gemeinden eine Aufqualifizierung wegen zu erwartender Kostensteigerungen ablehnen.
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Beitragvon sangirl » So 24. Mär 2019, 21:52

Okay danke für die ganzen Infos!

Auch wenn ich es schade finde, dass Kosten und Politik hier einen größeren Stellenwert haben, als eine bessere Versorgung der Patienten bzw. Ausbildung.

Da bleibt nur Selbststudium und Weiterbildungen besuchen - auch wenn man dadurch nicht mehr ''darf''. :)

Danke auf jeden Fall!
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Beitragvon Icemann » So 24. Mär 2019, 23:26

Zusätzliches wissen ist immer gut.
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Beitragvon D3xter » So 7. Apr 2019, 14:40

Was würde dagegen sprechen, wenn zwar ins Gesetz eine höhere Ausbildung (3 Jahre?) mit hineingenommen wird,
aber die Mindestausbildung der Besatzung gleich bleiben?

Dann könnte das RK weitere seine 2xRS "RTW"s betreiben und andere Institutionen die es wollen (z. B. die MA70)
ihre Mitarbeiter dementsprechend besser ausbilden und denen mehr Kompetenzen zusprechen.
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Beitragvon Einsatzleitner » So 7. Apr 2019, 18:47

Dagegen sprechen würde, dass es der Fläche nix bringt und genau das passieren würde was du schreibst.
Die einzig sinnvolle Änderung im SanG kann nur sein, den NFS (idealerweise mit NKV inkludiert) als Transportführer / San1 auf Notfallrettungsmitteln gesetzlich vorzuschieben (+ der Verpflichtung entsprechende Notfallrettungsmittel flächendeckend vorzuhalten).
Der Notfallpatient in Hinterniderholzhausen hat das gleiche Recht auf adäquate Versorgung wie der in Wien , aufgrund der deutlich längeren Wegstrecken vielleicht sogar noch mehr.
Und wenn ich das erreicht habe, kann ich weiter schauen.
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Beitragvon Icemann » So 7. Apr 2019, 21:11

Einsatzleitner hat geschrieben:Dagegen sprechen würde, dass es der Fläche nix bringt und genau das passieren würde was du schreibst.
Die einzig sinnvolle Änderung im SanG kann nur sein, den NFS (idealerweise mit NKV inkludiert) als Transportführer / San1 auf Notfallrettungsmitteln gesetzlich vorzuschieben (+ der Verpflichtung entsprechende Notfallrettungsmittel flächendeckend vorzuhalten).
Der Notfallpatient in Hinterniderholzhausen hat das gleiche Recht auf adäquate Versorgung wie der in Wien , aufgrund der deutlich längeren Wegstrecken vielleicht sogar noch mehr.
Und wenn ich das erreicht habe, kann ich weiter schauen.


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