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Beitragvon cyrux » Fr 6. Aug 2021, 18:11

Bitte steinigt mich nicht für diese Frage(n) aber hat es seit der Einführung vom FISU irgend eine Besserung gegeben (die der FISU gebracht hat) bei der MA70?
Fährt der "nur" zur MA70 oder auch zu "anderen"?
Ich verstehe zwar was der tun soll aber nicht genau warum das so viel Besserung bringen soll...
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Beitragvon Fabixx20 » Fr 6. Aug 2021, 23:49

cyrux hat geschrieben:Bitte steinigt mich nicht für diese Frage(n) aber hat es seit der Einführung vom FISU irgend eine Besserung gegeben (die der FISU gebracht hat) bei der MA70?
Fährt der "nur" zur MA70 oder auch zu "anderen"?
Ich verstehe zwar was der tun soll aber nicht genau warum das so viel Besserung bringen soll...



Auch die privaten HiOrgs arbeiten hin und wieder mit dem FISU zusammen und ich muss ehrlich sagen, das mir auffällt, dass die FISUs sich meist vor Ort eher im Hintergrund halten und maximal unterstützend eingreifen, wenn sie es als indiziert erachten.

Nachdem Einsatz machen diese dann auch in der Regel eine Nachbesprechung mit den NKTW/RTW Mannschaften vor Ort und sprechen etwaige Fehler an, welche ihnen aufgefallen sind und das ist eigentlich schon eine Qualitätsverbesserung wenn man ein ehrliches Feedback bekommt.

Weil wenn wir ehrlich sind, wie oft werden Einsatzbachbesprechungen tatsächlich selbstkritisch reflektiert? Beziehungsweise wie viel Mannschaften machen überhaupt eine Nachbesprechung?
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Beitragvon RK_RD » Sa 7. Aug 2021, 14:56

RedTiger hat geschrieben:
Bimstein1234 hat geschrieben:Hallo,
Glaubt ihr wäre es denkbar in NÖ ein FISU System einzuführen?
Danke im Vorhinein


Denkbar ist vieles...

Aber die entscheidende Frage ist und wird sein: Wer bezahlt es?
In Wien ist die Frage schnell beantwortet: Die Stadt Wien.
In Niederösterreich eigentlich auch: Niemand.
Kurz und gut damit, ist das Thema eigentlich schon erledigt. Denn die Krankenkasse wird es nicht zahlen, die Gemeinden auch nicht und das Land in näherer Zukunft wohl auch nicht - insbesondere wenn man die Finanzen des Landes Niederösterreich anschaut. Die Organisationen werden es schon gar nicht zahlen wollen/können.

Ob es überhaupt ausreichend qualifizierte LehrsanitäterInnen in Niederösterreich gäbe, die man da einsetzen könnte, wäre dann natürlich die nächste Frage. Gefolgt von der Frage der Verteilung: Ein FISU der kaum Ausfahrten hat, wird selbst nicht die notwendige Einsatzroutine bekommen um seine Aufgabe als Qualitätsmanager zu erfüllen. Ein FISU der so lange Anfahrtszeiten hat, dass er ankommt wenn schon alles vorbei ist, ist auch für die Fische.

Letzten Endes muss man sich auch die Frage stellen, was tun wenn eklatante fachliche Mängel bei einem Team festgestellt werden? Am Land wo man teilweise froh sein muss, dass man irgendwie die Köpfe auf die Autos bekommt, stellt sich die Frage ob man sich den Luxus leisten kann/will darüber zu diskutieren ob sie dem gewünschten Ansprüchen genügen.
Klar kann man jetzt sagen: Freiwillig ist der Ein- und der Austritt, alles dazwischen ist Dienst. - Natürlich, ist auch richtig. Wenn dann aber keiner mehr da ist der Dienst macht hilft es auch nix.


Zustimmung.

Solange es von oben herab kein QM gibt, nämlich eines mit Folgen, solange macht ein QM auf der Straße absolut keinen Sinn.

Wenn schon im Lehrsaal kein QM stattfindet, wie soll es denn dann auf der Straße statt finden?
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Beitragvon Menico » Sa 7. Aug 2021, 17:15

Es gibt durchaus Leute die selbstreflektiert sind und sich konstruktiven Input von außen zu Herzen nehmen.

Wir "erziehen" unsere Neumitglieder dazu offen zu sein und aktiv Fragen zu stellen bei erfahrerneren Kollegen oder Ärzten. Auch in den Krankenhäusern bekommt man gerne alles erklärt wenn man fragt.

Funktioniert nicht bei jedem, aber wenn man ein miteinander auf Augenhöhe lebt und anständig und respektvoll kommuniziert bei erstaunlich vielen.
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Beitragvon Oxygen » So 8. Aug 2021, 22:20

Also bei mir gibts nach fast jedem Einsatz eine Nachbesprechung, mal kürzer mal länger... interessanterweise tragen sich seit ich das forciere gerade die guten leute immer gerne zu mir ein... ;)

QM darf keine Konsequenzen haben - weil sonst entsteht eine "Vertuschungskultur". Sie sollte aber die Sachen besprechen, dann sind die Leute offen und lernen daraus.
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