Acute Community Nurse (ACN)

Alles rund um den RD in NÖ

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Beitragvon Rheobase » So 6. Sep 2020, 10:33

menico:
Neeeee.. Auf jeden RTW künftig ein Äffchen als Fahrer und Tragegehilfe und ein DGKP und NA dazu, weil alle anderen können ja nix.


?? Na nix anderes sag ich ja die ganze Zeit ... Der NFS im Rettungsdienst gehört massiv aufgewertet. Und zwar im beruflichen Setting. Übrigens widersprichst du dich gerade selbst.... Dein "Äffchen und die Tragehilfe" müssen laut deiner Aussage ja auch nicht mehr wissen als Herzinfarkt ja/nein. Jegliches Hintergrundwissen ist ja angeblich unnütz.....


Übrigens @ridiculo, muss ich meine Aussage, dass man den "zukünftigen NFS" auch als Lehrberuf ausbilden kann revidieren ! Es ist ja eigentlich überhaupt nicht einzusehen, warum ein/e DGKP (wenn man sich zb die Ausbildung der ACN in der FH St. Pölten ansieht ) dann 6 Semester Basisausbildung absolvieren - muss und dann noch "1 Semester" zusätzlich NFS Ausbildung hat. AN diesem Beispiel sieht man eigentlich wie "minderwertig" selbst bei Themenüberlappung die NFS Ausbildung momentan eingestuft wird. Das Argument, dass sich eine Ausbildung auf die Abhandlung von Algoritmen von diversen AMLS PHTLS ATC etc.. Formaten reduziert und dies dann als "differentialdiagnostisches Vorgehen" bezeichnet wird, kann man getrost vergessen.

Nur als Beispiel kann man sich die Ausbildung und Einstufung der australischen Paramediziner vor Augen halten. In diesem Land auf der anderen Seite der Erdkugel ist das was bei uns Tischler, Bankangestellete, Techniker, Bäcker, Mechaniker etc in ihrer Freizeit machen ein tatsächlicher BERUF ! Und zwar mit entsprechender Ausbildung an einem College und Bsc Abschluss. 3 Jahre Minimum Ausbildung für den Dergree Paramedic. Von herumlungern auf irgendeiner FH kann hier also wohl nicht die Rede sein.
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Beitragvon Amphiaraos » So 6. Sep 2020, 13:47

Also ich finde für Österreich, unsere Topologie und unserem Gesundheitssystem reicht der NFS. Hier erreicht man relativ schnell das nächste Krankenhaus (max 1 h). Ein Notarzt ist auch innerhalb von max 60 Minuten da. Was mir hier fehlt sind objektive Kriterien warum unser Notfallwesen so schlecht sein soll. Damit meine ich Zahlen wie X Tote pro 100000 Einwohner mehr durch unsere aktuelles System oder X h mehr Krankenstand pro 100000 Einwohner. Kennt wer solche Zahlen zb aus Deutschland nachdem die ihr System umgestellt haben? Ich leider nicht.
Irgendwelche subjektiven Wahrnehmungen wie Oberschenkelhals falsch gelagert, wir müssen auch die Stelle (Vorder/Hinterwandinfarkt) erkennen sind mir da zu wenig um die Kosten in der Präklinik explodieren zu lassen.
Was geändert gehört ist die Qualität des jetzigen vorhandenen Systems. Die muss steigen. Das erreicht man nicht durch mehr Ausbildung, sondern durch österreichweite Qualitätsstandards und Kontrolle. Hier sollte es eine staatliche Kontrolle geben wie zb das Pickerl beim Auto, Zertifikate bei Piloten oder Ärzten.
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Beitragvon Menico » So 6. Sep 2020, 14:01

Du verwechelst da was. Hintergrundwissen ist niemals nutzlos. Ich habe nur gesagt man muss den Detailgrad anpassen, weil viele Dinge die es zu wissen gibt einfach irrelevant sind in der präklink.

Beim BSc. mit drei Jahren sinnvoller Inhalte bin ich absolut dabei.
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Beitragvon don.pedro » So 6. Sep 2020, 17:27

Rheobase hat geschrieben:....... australischen Paramediziner vor Augen halten. In diesem Land auf der anderen Seite der Erdkugel ist das was bei uns Tischler, Bankangestellete, Techniker, Bäcker, Mechaniker etc in ihrer Freizeit machen ein tatsächlicher BERUF ! ...


Dass Eine schließt dass Andere nicht aus. Ich kenne in NSW, in Sydney freiwillige (volunteer) bei der St. John Ambulance. Die Arbeiten selbständig bei Ambulanzdiensten, Massenanfall von Verletzten (Buschfeuer) etc. Auch hier gibt es verschiedene Ausbildungsstufen. Ebenfallls gibt es bei der Feuerwehr im outback Freiwillige F.
Ebenso, zB. Gibt es First Responder mit egenen Fahrzeugen? Diese haben die höchste Qualifikationsstufe, "intensive care" beim paramedic.
Zuletzt geändert von don.pedro am So 6. Sep 2020, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Rheobase » So 6. Sep 2020, 17:53

Amphiaraos : Also ich finde für Österreich, unsere Topologie und unserem Gesundheitssystem reicht der NFS


Find ich auch. Aber nicht so wie er momentan ist.

Amphoaraos : Ein Notarzt ist auch innerhalb von max 60 Minuten da. Was mir hier fehlt sind objektive Kriterien warum unser Notfallwesen so schlecht sein soll. Damit meine ich Zahlen wie X Tote pro 100000 Einwohner mehr durch unsere aktuelles System oder X h mehr Krankenstand pro 100000 Einwohner.


Ich sag dir wenn´s da für Österreich tatsächlich valide Zahlen an vermeidbaren Schäden oder sogar Todesfällen in diesem Bereich gäbe würde es dir höchstwahrscheinlich die Haare aufstellen. In Amerika gibt es solche Daten für das Gesundheitssystem gesamt und auch einzelne Teilbereiche betreffend. Und diese Daten sind furchterregend- Daten dazu findest du im Journal of Patient Safety.

Amphiaros :Was geändert gehört ist die Qualität des jetzigen vorhandenen Systems. Die muss steigen. Das erreicht man nicht durch mehr Ausbildung, sondern durch österreichweite Qualitätsstandards und Kontrolle. Hier sollte es eine staatliche Kontrolle geben wie zb das Pickerl beim Auto, Zertifikate bei Piloten oder Ärzten.



nicht vergleichbar.
Pilot = ein Beruf
Arzt = ein Beruf
Notfallsanitäter = eine Zusatzausbildung ohne wirkliches Berufsbild.

don.pedro : Dass Eine schließt dass Andere nicht aus. Ich kenne in NSW, in Sydney freiwillige (volunteer) bei der St. John Ambulance. Die Arbeiten selbständig bei Ambulanzdiensten, Massenanfall von Verletzten (Buschfeuer) etc. Auch hier gibt es verschiedene Ausbildungsstufen. Ebenfallls gibt es bei der Feuerwehr im outback Freiwillige F.
Ebenso, zB. Gibt es First Responder mit egenen Fahrzeugen? Diese haben die höchste Qualifikationsstufe, "intensive care" beim paramedic.


Korrekt, das eine schließt das andere nicht aus. Aber die Leute mit der höchsten Qualifikationsstufe haben auch eine entsprechende Ausbildung und ein eigenständiges Berufsbild. Und das sind die, die primär zu den Notfällen entsandt werden . Es macht halt einen Unterschied beim MotoCross Event als Ehrenamtlicher beim Ambulanzdienst Basis Erste Hilfe zu Leisten, oder als beruflicher Notfallsanitäter dorthin zu einem Notfall geschickt zu werden und den Patienten dann dort notfallmedizinisch zu betreuen. Mir gehts bei der Diskussion ja nicht um den Ambulanzdiesnt beim Eistockschießen oder um den First Responder im Hinterwaldgraben, sondern um DAS Rettungspersonal das den RETTUNGS bzw. Notfallrettungsdienst bedient.
Zuletzt geändert von Rheobase am So 6. Sep 2020, 19:24, insgesamt 2-mal geändert.
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