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Beitragvon Rheobase » Mi 13. Jul 2016, 14:10

zeillerkommentar:P.S. Die AHA empfiehlt für den Interventionisten mindestens 75 Eingriffe im Jahr (davon 11 akut) und für das Spital mindestens 200 Eingriffe davon 36 akut. In Waidhofen hätte ich Angst (siehe auch: http://www.healthquanti.bplaced.net/wordpress/?p=2503) - die Kratzen glaub ich an den 200 Eingriffen/Jahr.



Ob für den Herzkatheter in Waidhofen an der Ybbs der richtige Standort gewählt wurde, darüber kann man sicher diskutieren. Pro und Contra werden sich hier die Waage halten. Das man in Waidhofen deswegen Angst haben muss ist völliger Schwachsinn. In Waidhofen sind u.A. einige der erfahrendsten Interventionisten des gesamten Landes tätig. Mit deren Erfahrungsschatz können z.T. größere Zentren nicht mithalten. Davon profitieren nicht nur Patienten, sondern auch angehende Kardiologen, die witzigerweise von den Uni Kliniken nach Waidhofen geschickt werden um dort zu lernen und sich weiterzubilden. Das steht interessanterweise nie in den einschlägigen Artikeln und Taferln von "Gesundheitsökonomen".
Das an einem neuen PTCI Standort die Herz-Kreislauf Sterblichkeit um einiges ansteigt ist wohl klar !....nun wer beim Lesen des Artikels vielleicht etwas nachdenkt und nicht nur blind auf eine Tabelle schaut kommt vielleicht selbst dahinter warum das eigentlich völlig logisch ist. :roll: Nicht jeder Patient überlebt eben einen akuten Infarkt der vorher vielleicht garnicht in diesem Krankenhaus aufgenommen worden wäre und nun eben in der Statistik aufscheint.
Ja, auch Komplikationen gibt´s in einem Herzkatheterlabor. Das ist so. In Waidhofen genauso wie in St. Pölten, Krems, Graz, Wien, Linz, Horn,... etc.... Das Argument, dass in den großen Kliniken schwerwiegende Komplikationen ohne langen, komplizierten Transport sofort durch die Herzchirurgie behandelt werden können kann man vielleicht gelten lassen impliziert wiederum, dass in Niederösterreich somit nur ein einziger Herzkatheter seine Berechtigung hätte : Nämlich in St. Pölten. Na Halleluja, den Aufschrei der St. Pöltner würde man noch am Nordpol hören.
Die Alternative für die Versorgung des Mostviertels + angrenzend Steiermark+angrenzend Oberösterreich wäre Amstetten gewesen. Da gab´s aber keinen interventionellen Kardiologen der ein solches Labor aufbauen hätte können. Dort ist man schon am Aufbau einer Urologie kläglich gescheitert. (Personalbedingt) . Die Alternative Steyr in Oberösterreich spielte für NÖ keine Rolle, das liegt in einem anderen (fremdes :lol: ) Land, mit denen spricht man grundsätzlich nicht... :o
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Beitragvon zeillerkommentar » Mi 13. Jul 2016, 20:16

Sorry, aber das quantitative Argument kannst du nicht entkräften!
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Beitragvon Rheobase » Mi 13. Jul 2016, 20:19

Na, schau ma mal... bevor ich hier falsche Zahlen schreibe werd ich mich nochmal direkt an der Quelle erkundigen, aber die 200/jahr stimmen mal schon sicher nicht.
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Beitragvon Rheobase » Mi 13. Jul 2016, 20:50

So: Die Anzahl der durchgeführten Behandlungen liegt in Waidhofen/Ybbs zw. 1500 u. 2000/Jahr. Das inkludiert alle Interventionen (Dehnungen, Stents, Rotablationen, Klappensprengungen etc,..)
Die Anzahl der akuten Interventionen kann ich nä. Woche herausfinden. Mehr als die geforderten sinds bestimmt.
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Beitragvon wuestenfuchs » Do 14. Jul 2016, 19:32

2000/jahr sind 10 pro arbeitstag, das kommt mir recht viel vor für einen tisch. da würds ja de facto keine rein diagnostischen katheter dort geben...
sind das cases, oder zählen da 3 stents hintereinander als 3 Interventionen? (oder gar 6, wenn auch gedehnt wurde)
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Beitragvon Rheobase » Fr 15. Jul 2016, 11:01

Katheterlabor Waidhofen/Ybbs :
z.b. 2014
Gesamt 1207 Untersuchungen
davon 408 mit Intervention (Dilatation, Stent -wobei die Anzahl der Stents nicht in die Gesamtsumme fließt) und 138 akute Interventionen.
2015 ein ähnliches Bild mit GesamtAnzahl von 1338
2016 steht man momentan bei 750.

Anm.: Das Herzkatheterlabor ist im 12h Betrieb.
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