[RK] OOE und das SanG

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Beitragvon SaniS » Sa 20. Aug 2022, 21:22

sixty-eight-whiskey hat geschrieben:Kommt wie gesagt nicht so selten vor, gibt aber keine klaren Richtlinien.
Geht oft gut und ist auch angebracht, bei Kollegen mit viel Ausbildung und Wissensstand.
Aber manchmal krieg ich Geschichten mit da stellen sich mir die Haare auf.
Leoben überrascht mich gar nicht.


Genau das ist der Punkt - für eine Belassung, sprich ich nehme den Patienten nicht mit, weil er meiner Meinung nach nichts hat - ist rechtlich in AT nicht gedeckt und daher wird hier immer der RS/NFS zum Handkuss kommen, wenn denn dann doch was war. Kommt ja oft genug vor - landet nur nicht immer vor einem Richter ....

Revers ist geregelt und dazu einen NEF nachzuholen ist ja völlige Ressourcenverschwendung. Wie menico schon erwähnt, selbst wenn der Patienten einen STEMI hat bleibt er zu Hause wenn er nicht will (siehe Halmich, etc.). Solange er keine psychiatrische Erkrankung und damit einen Grund einer Zwangseinweisung hat, ist das so, wenn er das für sich so entscheidet. Da fährt in Österreich die Eisenbahn drüber.
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Beitragvon tallsani » So 21. Aug 2022, 11:29

sixty-eight-whiskey hat geschrieben:Nochmal kurz zum Thema Belassungen zurückzukommen: gibts in euren LVs oder anderen Organisationen klare Vorgaben zum Thema Belassungen? (oder ein striktes Verbot wie in OÖ)?
In der Steiermark, so kommt mir vor, wir halt tatsächlich nach Lust und Laune belassen. Macht jeder der sich das zutraut. Geht oft gut, aber wie man sieht kann komplett auch komplett schiefgehen.


Hab ein ähnliches Bild wie du, ist sehr unterschiedlich in der Steiermark. Hab als RS bis jetzt einmal belassen, weils nur ein leicht angetrunkener war, der uns als Taxi nach hause verwenden wollte. Da wir aber ein reines RS Auto waren und uns dementsprechend absichern wollten, nur nach ausführlicher Absprache mit dem Dispo, welcher uns zustimmte dass in dieser Situation eine Belassung die beste Lösung ist.

Mit einem NFS am Auto habe ich (bzw. der NFS) zwei mal belassen, in beiden Fällen bei "Dauerpatienten", die regelmäßig mit den gleichen Symptomen anrufen, jedoch diese nie tatsächlich aufweisen. Eigenständig hätte ich mich allerdings nicht getraut, in diesen beiden Fällen zu belassen, da die Patienten weiterhin sehr überzeugt davon waren, dass sie ins KH müssen.
Zuletzt geändert von tallsani am So 21. Aug 2022, 11:30, insgesamt 1-mal geändert.
Der VW T6 Hochdach ist in allen hinsichten ein für den Notfallrettungsdienst bestens geeignetes Fahrzeug.
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Beitragvon Amphiaraos » So 21. Aug 2022, 12:45

sixty-eight-whiskey hat geschrieben:Nochmal kurz zum Thema Belassungen zurückzukommen: gibts in euren LVs oder anderen Organisationen klare Vorgaben zum Thema Belassungen? (oder ein striktes Verbot wie in OÖ)?


In Salzburg gibt es immer wieder in unregelmäßigen Abständen eine Dienstinformation, dass Transporte von und zum KH durchzuführen sind und Diskussionen über die Sinnhaftigkeit mit Patienten, Ärzten und Pfleger zu unterlassen sind.
Aktuell sollen wir solche Fahrten nur dem Kommando melden.
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Beitragvon NCL » Fr 26. Aug 2022, 17:12

Einsatzleitner hat geschrieben:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/bessere-ausbildung-fuer-sanitaeter-gefordert;art4,3697009

Und weiter gehts mit einer Antwort vom BVRD (y)


10 Tage nachdem der Artikel einfach wieder verschwunden ist, herrscht Stille.

Das offenbart den BVRD als Verein ohne irgendein Gewicht in der Interessenvertretung. Ziemliche Blamage würde ich sagen.
Wohl eher ernüchternde Aussichten für alle, die nach der BVRD Veranstaltung große Hoffnungen in den versprochenen „partizipativen Prozess“ gesetzt hatten.
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Re: OOE und das SanG

Beitragvon 11D0C » Fr 26. Aug 2022, 23:47

NCL hat geschrieben:
Einsatzleitner hat geschrieben:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/bessere-ausbildung-fuer-sanitaeter-gefordert;art4,3697009

Und weiter gehts mit einer Antwort vom BVRD (y)


10 Tage nachdem der Artikel einfach wieder verschwunden ist, herrscht Stille.

Das offenbart den BVRD als Verein ohne irgendein Gewicht in der Interessenvertretung. Ziemliche Blamage würde ich sagen.
Wohl eher ernüchternde Aussichten für alle, die nach der BVRD Veranstaltung große Hoffnungen in den versprochenen „partizipativen Prozess“ gesetzt hatten.
Im Moment auf jeden Fall das Beste was wir haben. Sicher noch nicht ideal, aber prinzipiell haben die doch einiges erreicht. Jeder der nicht zufrieden ist, kann ja gerne eine bessere Interessenvertretung gründen. Ich unterstütze gerne jeden ders Versucht.
Aber halt typisch österreichisch nur motschgern und nix machen ist halt nicht sehr zielführend. Vielleicht könnten Sie auch mehr erreichen, wenn sich mehr Leute engagieren, Beiträge teilen, Mitglieder werden usw. Der Großteil der Sanis ist halt abseits von dem Forum doch eher ruhig. Die müssten sich mal mobilisieren.

No offense an dich persönlich.


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Beitragvon Medizinalrat » Sa 27. Aug 2022, 16:20

NCL hat geschrieben:
Einsatzleitner hat geschrieben:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/bessere-ausbildung-fuer-sanitaeter-gefordert;art4,3697009

Und weiter gehts mit einer Antwort vom BVRD (y)


10 Tage nachdem der Artikel einfach wieder verschwunden ist, herrscht Stille.

Das offenbart den BVRD als Verein ohne irgendein Gewicht in der Interessenvertretung. Ziemliche Blamage würde ich sagen.
Wohl eher ernüchternde Aussichten für alle, die nach der BVRD Veranstaltung große Hoffnungen in den versprochenen „partizipativen Prozess“ gesetzt hatten.


Präzisiere das Mal ein bisschen. Was ist eine Blamage? Das der Artikel aus einem Medium wieder verschwunden ist?
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Re: OOE und das SanG

Beitragvon NCL » So 28. Aug 2022, 09:52

11D0C hat geschrieben:No offense an dich persönlich.


None taken.

Ich finde es auch gut, wenn engagierte und fachlich hochkompetente Leute etwas weiterbringen wollen, keine Frage. Dieses Zugpferd, das vor allem in den Organisationen die Basis mitzieht und von der Leitung fordert ist ein extrem wichtiger Stake Holder.

Politisches Gewicht ist allerdings noch mal eine andere Welt. Ärztekammer, Apothekerkammer, Pharmig und co. haben da einen ganz anderen Status. Nicht zuletzt natürlich aufgrund der Mitgliedsstruktur, das ist schon klar. Da „mitspielen“ ist schwierig. Darauf wollte ich hinaus.

Und nein, könnte ich absolut nicht besser. Also muss ich mir den Vorwurf des motschgerns wohl gefallen lassen. 😊
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Beitragvon Gelöschter Storch » Mo 29. Aug 2022, 09:33

NCL hat geschrieben:
Einsatzleitner hat geschrieben:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/bessere-ausbildung-fuer-sanitaeter-gefordert;art4,3697009

Und weiter gehts mit einer Antwort vom BVRD (y)


10 Tage nachdem der Artikel einfach wieder verschwunden ist, herrscht Stille.


Beide Artikel, der vom Notarzt "Bessere Ausbildung für Sanitäter gefordert" und die Replik vom BVRD sind aus dem Archiv der OOE Nachrichten gelöscht worden.
Als Abonnent habe ich zugriff drauf und die Artikel existieren tatsächlich nicht mehr.

So viel zu "Politischem Einfluss" und dem was der LV OOE will. Das ist schon eine harte Nummer.
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Beitragvon anker » Di 30. Aug 2022, 10:17

Menico hat geschrieben:Keiner wusste was Sache war bis das Labor einen massiven Infarkt gezeigt hat.


?
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Beitragvon anker » Di 30. Aug 2022, 10:21

Not-Sanomat hat geschrieben:denn in Wien funktioniert das System



https://www.krone.at/2197085

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt zu einem Notfalleinsatz, an dem Sanitäter des Sozialmedizinischen Dienstes beteiligt waren. Der Vorwurf: Die Helfer sollen zu spät mit der Wiederbelebung eines Patienten begonnen haben. Der 41-Jährige verstarb kurz darauf im Spital.

Mit Blaulicht und Folgetonhorn waren ein Notarzt der Berufsrettung Wien und ein Rettungswagen des Sozialmedizinischen Dienstes (SMD) auf dem Weg zu einem reglosen Patienten in Wien. Doch als die Sanitäter des privaten Hilfsdienstes zuerst eintrafen, war einer von ihnen der Meinung, dass der Mann (41) tot sei. Anstatt - wie vorgeschrieben - die Reanimation einzuleiten, taten sie zunächst nichts.

„Das hätte nicht passieren dürfen“
Wenig später kamen den Helfern Zweifel und sie begannen mit der Wiederbelebung. Doch bis dahin war wertvolle Zeit verstrichen. Ein Sprecher der Hilfsorganisation bestätigt die Verzögerung: „Das hätte nicht passieren dürfen. Die Kollegen werden nachgeschult. Außerdem weisen wir alle Mitarbeiter noch einmal auf die Vorschriften hin.“

Seitens der Berufsrettung Wien heißt es, dass man den SMD im Rahmen der Qualitätssicherung beobachte. Außerdem wurde die Staatsanwaltschaft informiert.


soviel dazu...
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