Einheits-RTW-C Niederösterreich

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Beitragvon eklass » Mo 27. Jul 2020, 00:15

Was dann wieder hygienisch fragwürdig ist, patient grabbelt daheim seinen Anschluss an, steckt dann seine o2-Brille an. RD steckt diese mittlerweile kontaminierte Brille bei sich am Anschluss an und dem nächsten Patienten werden die Keime vom vorigen in die Lunge geblasen.

@Nef ohne Propofol: Vielleicht magst uns einfach sagen um welches NEF es sich handelt?

@Hypotonie beim Einleiten: Das ist dem Notarzt ja hoffentlich bekannt und der schafft das auch ohne Arterie. Wird ja beim überwiegenden Teil der OPs auch ohne geschafft...
... aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen
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Beitragvon atomization » Mo 27. Jul 2020, 06:14

Lan hat geschrieben:
Es gibt mindestens ein NEF des RKNÖ ohne einem einzigen Milliliter Propofol. Bleibt dementsprechend natürlich die Frage ob jemals 100% aller RTW nach der Norm eingeräumt sein werden...



RK Wr Neustadt hat kein propofol meines wissens
Zuletzt geändert von atomization am Mo 27. Jul 2020, 06:15, insgesamt 1-mal geändert.
… denn sie wissen nicht, was sie tun
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Beitragvon Sani0815 » Mo 27. Jul 2020, 07:32

atomization hat geschrieben:
Lan hat geschrieben:
Es gibt mindestens ein NEF des RKNÖ ohne einem einzigen Milliliter Propofol. Bleibt dementsprechend natürlich die Frage ob jemals 100% aller RTW nach der Norm eingeräumt sein werden...



RK Wr Neustadt hat kein propofol meines wissens


Die arbeiten meines Wissens (zumindest war es früher so) sehr viel mit Generikas - vl. haben sie eines davon

https://de.wikipedia.org/wiki/Propofol#Handelsnamen
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Beitragvon Menico » Mo 27. Jul 2020, 10:30

eklass hat geschrieben:Was dann wieder hygienisch fragwürdig ist, patient grabbelt daheim seinen Anschluss an, steckt dann seine o2-Brille an. RD steckt diese mittlerweile kontaminierte Brille bei sich am Anschluss an und dem nächsten Patienten werden die Keime vom vorigen in die Lunge geblasen.

Ja. Stimmt. Im Gegensatz zur Atemluft ohne Sauerstoffbrille, die ja bekanntermaßen steril ist... :roll: ;)
Man kanns schon auch übertreiben...

Der Pat. wird meistens in ein KH gebracht, wo es, wie man weiß, nur so von multiresistenten Keimen wimmelt. Aber der O2 Anschluss im RTW ist der Übeltäter, schon klar...
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Beitragvon The Main Event » Mo 27. Jul 2020, 11:39

EDIT: Doppelpost
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Beitragvon The Main Event » Mo 27. Jul 2020, 11:40

WN hat auch keine Generika mit.

@eklass: Deswegen sagte ich ja bei "kritischen Patienten" wo man keine Hypotonie beim Einleiten riskieren will (Schockpatienten z.b.) Da ist Propofol kontraindiziert.

Ich muss euch enttäuschen, aber bei einer gewöhnlichen Sauerstoffmaske mit 2l entsteht kein relevanter CO2-Anstieg. Klar kenne ich die Lehrmeinungen und Herstellerangaben auch, aber dass diese Vorgaben von der Praxis abweichen, ist auch klar. Auf Überwachungseinheiten passiert sowas tagtäglich, und davon hat auch noch keiner eine CO2-Narkose bekommen. ;)
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Beitragvon RK_RD » Mo 27. Jul 2020, 18:06

The Main Event hat geschrieben:WN hat auch keine Generika mit.

@eklass: Deswegen sagte ich ja bei "kritischen Patienten" wo man keine Hypotonie beim Einleiten riskieren will (Schockpatienten z.b.) Da ist Propofol kontraindiziert.

Ich muss euch enttäuschen, aber bei einer gewöhnlichen Sauerstoffmaske mit 2l entsteht kein relevanter CO2-Anstieg. Klar kenne ich die Lehrmeinungen und Herstellerangaben auch, aber dass diese Vorgaben von der Praxis abweichen, ist auch klar. Auf Überwachungseinheiten passiert sowas tagtäglich, und davon hat auch noch keiner eine CO2-Narkose bekommen. ;)


Wozu dann noch Herstellerangaben und Lehrmeinungen, wenn eh jeder arbeitet wie er glaubt?

Nur weil 99x nichts passiert ist? Und beim 100. wo es dann schief geht, ist das Geschrei wieder groß.
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Beitragvon maximilian » Mo 27. Jul 2020, 18:41

The Main Event hat geschrieben:WN hat auch keine Generika mit.

@eklass: Deswegen sagte ich ja bei "kritischen Patienten" wo man keine Hypotonie beim Einleiten riskieren will (Schockpatienten z.b.) Da ist Propofol kontraindiziert.


Also ich erachte Propofol als hochpotentes Medikament. Meiner Erfahrung nach, wird es von jenen, die viel damit arbeiten auch dennoch bei hypotonen Patienten genutzt - natürlich auch aus Mangel an Alternativen, da Thiopental nicht mehr verfügbar ist und Hynomidate/Etomidate stellenweise nicht mitgeführt wird, aber wenn man es mit bedacht einsetzt, und evtl etwas drucksteigerndes bereit hält, wird es auch bei eher hypotonen Patienten genutzt.
Ich kenne zahlreiche Ärzte die hier nicht zu Dormicum/Ketanest greifen würden, da hier einfach zu wenig Erfahrung vor liegt.

Aber kommt viel darauf an, wie man sich damit auskennt und womit man vertraut ist.
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Re: Einheits-RTW-C Niederösterreich

Beitragvon Dorsk » Mo 27. Jul 2020, 18:58

Propofol ist übrigens Klasse bei der Narkoseeinleitung eines SHT - Da würde ich ungerne mit Ketanest arbeiten wollen.

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Beitragvon The Main Event » Mo 27. Jul 2020, 21:24

RK_RD hat geschrieben:Wozu dann noch Herstellerangaben und Lehrmeinungen, wenn eh jeder arbeitet wie er glaubt?

Soll auch nicht jeder das tun was er glaubt, manche wissen es eben nicht besser, wie man sieht. Lehrmeinungen und vor allem Herstellerangaben haben den Zweck, sich selber abzusichern. Der halbe Rettungsdienst besteht aus Off-Label Use und Improvisation, man muss nur eben wissen was man macht.
Lehrmeinungen sind ab NFS auch nicht mehr bindend, ich arbeite nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft, nicht nach Lehrmeinungen, glücklicherweise ist das beim ASB eh enger miteinander verbunden als beim RK.


Bei SHT is vor allem Thiopental sehr gut, da es Hirndrucksenkend ist, im Gegensatz zu Propofol. Du hast schon Recht, Propofol ist hochpotent und nicht zu unterschätzen, ich arbeite fast täglich damit, aber präklinisch gibt es oft sicherere Alternativen mit denen man arbeiten kann.
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