Sorge um Ärztenotdienst Graz

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Sorge um Ärztenotdienst Graz

Beitragvon Blaulichtwasser » So 9. Jan 2022, 12:37

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Sorge um Ärztenotdienst Graz

Beitragvon Beatmungsbeutel » So 9. Jan 2022, 19:28

Ganz ehrlich. Ich kenne das Ganze auch aus Sicht des Ärztlichen Notdiensts. Die Situation stellt sich in unserem Gebiet (ca. 25000 EW) wie folgt dar (Schätzung, persönliches Empfinden).
80% der Patientenkontakte brauchen keine Visite und können leicht bis zum nächsten Ordinationstag warten oder können telefonisch zur Selbsthilfe angewiesen werden (z.B. Schnupfen seit 3 Tagen, soeben erstmalig erbrochen ohne weitere Probleme).
10% brauchen keine Visite sondern werden nach telefonischer Befundung direkt an ein Krankenhaus verwiesen oder der RD aktiviert (echte Notfälle aber auch präklinisch nicht diagnostizier- oder ausschließbares wie akute Bauchschmerzen, starke akute Kopfschmerzen, zentral neurologische Symptome...).
Die verbleibenden 10% werden visitiert, wobei nur bei etwa der Hälfte wirklich eine sinnvolle Indikation besteht, die anderen bestehen halt auf eine Visite.

Die Verteilung der sinnvollen zu den sinnarmen Patientenkontakten wird in der Stadt nicht viel anders sein als am Land.
Im Großen und Ganzen (Einzelfälle ausgenommen) ist dieses System imho nicht ökonomisch und ich sehe einen Visitendienst mit anschließendem Telefondienst über Nacht als sinnvoller an.

Weitere Möglichkeit wäre ein HÄND/NEF Mischsystem (in manchen Gebieten evtl. sinnvoll)
Zuletzt geändert von Beatmungsbeutel am So 9. Jan 2022, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
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