Bilanz Frequency 2015

Berichte, Fotos und Videos von Einsätzen und Übungen

Bilanz Frequency 2015

Beitragvon alfredo » So 23. Aug 2015, 23:38

Bilanz Frequency 2015
Mit rund 1.500 versorgten Festivalteilnehmern und –teilnehmerinnen der Ambulanzdienst geht das diesjährige Freqency-FM4 Festival für die Rot-Kreuz-Bezirksstelle in St. Pölten zu Ende.
Einige Versorgungen weniger als im Vorjahr zeigt die Bilanz 2015. Dies ist sicherlich auch auf die Witterung und eine fehlende Wespenplage zurückzuführen.

Nach monatelangen Vorbereitungen lief die heiße Phase des Einsatzes von Mittwoch 19. bis Sonntag 23. August in ununterbrochener Bereitschaft. Während dieser 120 Stunden wurden 775 Dienstschichten von gleichzeig bis zu 120 Personen (Sanitäter, KIT-Mitarbeiter, Notärzte, Stabs- und Logistikpersonal sowie Shuttledienst) geleistet. Insgesamt ca. 450 Sanitäterinnen und Sanitäter kamen so auf über weit 10.000 freiwillig geleistete Einsatzstunden!

Bemerkenswert: Die durchwegs ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter kamen nicht nur aus dem Bezirksstellenbereich St. Pölten sondern auch aus der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Wien. Die weitestangereisten Sanitäter kamen aus Tirol zur Unterstützung.
Neben dem Planungsstab des Roten Kreuzes standen erfahrene Notärztinnen und Notärzte schon in der Vorbereitungsphase zur Verfügung. Sie konzipierten die ärztliche Versorgung im Rotkreuz-Stützpunkt. Neben der Akutintervention bei medizinischen Notfällen war diese vor allem auf die Versorgung kleinerer Wunden ausgelegt. So konnten viele Gäste gleich auf dem Gelände versorgt und die Zahl der Behandlungen im Landesklinikum klein gehalten werden. Bei 1.500 Interventionen waren nur 93 Einlieferungen nötig.
„Trotz mancher Stresssituationen macht es Freude hier mitzuarbeiten.“ Erzählen die Einsatzleiter Gerhard Heilig und Stefan Gugerell. „Der Team-gedanke steht im Vordergrund, gut Ausgebildete und Topmotivierte Kollegen in allen Bereichen machten das Arbeiten zur Freude. Es ist schon wie eine Familie. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit 144 Notruf NÖ, den Feuerwehren, der Exekutive, den Behörden und dem Veranstalter war auch dieses Event wieder hochprofessionell zu betreuen“
Der größte Anteil in der Behandlung entfiel auf kleinere meist Schnittverletzungen, Verstauchungen sowie Knöchel- und Handgelenksfrakturen. Unterkühlungen waren heuer, aufgrund der Witterung, ein Thema. „Wir hatten zwar viel zu tun, erfreulich ist aber, dass es zu keinen lebensbedrohlichen Notfällen gekommen ist.“ So die Notärzte Dr. Sabine Ilsinger und Dr. Christian Fohringer, die an allen Festivaltagen Dienst versahen.
„Die hohe Versorgungszahl war für uns natürlich eine Herausforderung. In der Relation zur Besucheranzahl hingegen nicht viel, führt der Einsatzleiter Gerhard Heilig resümierend aus.

HOHER BESUCH
Auch Landesrettungskommandant- Stellvertreter Johann Kaufmann, der Landesgeschäftsführer des Roten Kreuzes Niederösterreich DI Peter Kaiser sowie der Vize-Präsident Leopold Rötzer kamen nach St. Pölten, um den Einsatz vor Ort zu beobachten. Zusammen mit Bezirksstellenleiter Werner Schlögl unternahmen die Besucher Besuchstouren zu den einzelnen Stützpunkten auf dem Festivalgelände. „Es macht Freude die allesamt ehrenamtlichen Sanitäter und Sanitäterinnen zu sehen, die mit Freude und unglaublich viel Engagement hier Dienst verrichten.“ meint Johann Kaufmann. „Ich gratuliere der Führungscrew zu der tollen Organisation und zu den vielen motivierten Mitarbeitern die hier ihre Freizeit verbringen.“

Schließlich zeigt sich Bezirksstellenleiter Werner Schlögl hoch erfreut: „Ich bedanke mich bei Einsatzleiter Gerhard Heilig und dem gesamten Führungsstab für die Organisation und Durchführung dieses herausfordernden Ambulanzdienstes. Das Rote Kreuz, in diesem Fall die Bezirksstelle St. Pölten, hat damit wieder eindrucksvoll demonstriert, dass wir neben dem Tagesgeschäft für solche Großereignisse bestens gerüstet sind. Den vielen Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeitern spreche ich meine Hochachtung für Ihre Leistung und Einsatzbereitschaft aus.“


BEREITSTELLUNGSDIENST FREQUENCY 2015
ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

• Durchgehender Einsatz von Mittwoch 19.8. bis Sonntag 23.8.2014
• insgesamt 9 Sanitätsstützpunkte aus 9 Zelten und 10 Bürocontainern
• insgesamt 450 Rettungs- und Notfallsanitäter FREIWILLIG und unentgeltlich im Einsatz
• in Spitzenzeiten ca. 120 Rettungs- und Notfallsanitäter gleichzeitig vor Ort
• 10 Notärzte im Einsatz, davon in Spitzenzeiten bis zu drei gleichzeitig vor Ort
• weit über 10.000 freiwillig geleistete Einsatzstunden
• permanent Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams in Bereitschaft
• 25 Fahrzeuge permanent im Einsatz:
13 Rettungsautos, je ein Notarztwagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie zusätzlich 10 Versorgungsfahrzeuge und ein Einsatzleiterfahrzeug rund um die Uhr in Betrieb
• Disposition durch eine vor Ort eingerichtet Leitstelle von „144 Notruf Niederösterreich“
• 1.500 Patientenversorgungen, 93 Einlieferungen in das Landesklinikum St.Pölten
• KEINE (!) lebensbedrohlichen Notfälle
• rund 1000 warme Mahlzeiten, über 2000 Semmeln, 900 Müsliriegel, ca. 200kg Äpfel weit mehr als 2000 Liter Getränke sowie mehrere hundert Liter Kaffee hielten die Mannschaft, unter anderem, bei Kräften.
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Quelle: News von 144 Notruf NÖ

Weitere Aussendungen der RK-Bezirksstelle St. Pölten:
Letzter Konzerttag beim Frequency-Festival, das Rote Kreuz rüstet sich
22.08.2015 08:20
Die vergangene Nacht verlief mit rund 300 Versorgungen arbeitsreich aber ruhig ab, bis heute Samstag 07:00 Uhr wurden insgesamt 960 Versorgungen durchgeführt.
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Zum Großteil wurden diese an den Stützpunkten des Roten Kreuzes durchgeführt, nur etwa, insgesamt, 50 Patienten wurden zur weiteren Behandlung bzw. Abklärung in das Landesklinikum St.Pölten gebracht.
Als Schwerpunkte zeichnen sich weiterhin kleine Schnittwunden, Prellungen, Verstauchungen sowie Frakturen und Unterkühlungen ab.
Es ist ein durchaus ruhiger Event für die Mannschaften des Roten Kreuzes.
Aktuell sind rund 75 Sanitäter und 2 Notärzte im Einsatz.
Ab 13:00Uhr, vor Beginn der Musikevents, werden ca. 120 SanitäterInnen und drei Notärzte bereitstehen.
Die leitende Notärztin Gabriele Leister ist begeistert: „Es ist wie eine Familie, jährlich treffen sich hier nahezu dieselben Leute um mitzuhelfen.
Ein Topmotiviertes Team an allen Positionen“

Rotkreuz-Einsatzkräfte beim Frequency-Festival im Einsatz
21.08.2015 07:56
„Eine ausgesprochen ruhige Nacht für das Rote Kreuz“ bilanziert Stefan Gugerell, der diensthabende Einsatzleiter die vergangenen Stunden. Mit Stand Freitag 07:00 Uhr hatten die Sanitätsmannschaften des Roten Kreuzes etwa 420 Versorgungen seit Beginn des Festivals durchgeführt.
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Vor allem Schnittverletzungen an den Füßen der Besucherinnen und Besucher sowie Zerrungen, Prellungen und Kreislaufprobleme, waren die häufigsten Ursachen für die freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes Hilfe zu leisten. In den Nachtstunden erhöhten einige Frakturen und Unterkühlungen die Bilanz.
„Diese Verletzungen sind zumeist nicht gefährlich und wir können die Behandlung gleich vor Ort durchführen“, sagt Dr. Sabine Ilsinger, die mit ihren Kollegen, während der Nachtstunden, die Ärztliche Versorgung sicherstellte. „Sollte eine röntgenologische Abklärung oder größere Behandlung nötig sein, schicken wir die Gäste ins Landesklinikum“, so Dr. Christian Fohringer, der Leitende Notarzt.
„Es zeichnet sich auch kein Schwerpunkt ab, die befürchtete Wespeninvasion ist zum Glück ausgeblieben.“ so Fohringer weiter. Durch die hohe Kapazität des Rotkreuz-Stützpunkts auf dem Festivalgelände mussten aber erst wenige Personen eingeliefert werden. Gefährliche Notfälle oder Komplikationen sind bislang auch ausgeblieben.

Die erste Nacht beim "Frequency" ist ruhig verlaufen
20.08.2015 07:56
Die erste Nacht verlief ruhig, bis heute, Donnerstag, 07:00 morgens wurden, seit Beginn des Ambulanzdienstes, ca. 80 Versorgungen durchgeführt.
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Als Schwerpunkte waren kleine Schnittwunden, Prellungen, Verstauchungen und einige Unterkühlungen zu verzeichnen.
Derzeit sind rund 80 Sanitäterinnen und Sanitäter sowie 2 Notärzte im Einsatz, ab 13:00Uhr wird ein dritter Notarzt das Team verstärken und die SanitäterInnen auf 120 Personen aufgestockt.
Trotz heißer Musik sind die Nächte kühl. Wir empfehlen den Festivalbesuchern die erst jetzt anreisen nicht auf wärmere Kleidung und Regenschutz zu vergessen.
Liebe Grüße aus Michelhausen (Tullnerfeld)

Alfredo
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Beitragvon don.pedro » So 5. Apr 2020, 15:34

alfredo hat geschrieben:
Bilanz Frequency 2015 ....

Die Zukunft der Festivals fürs Jahr 2020 :?: ist noch ungewiss, die deutschen open air Veranstalter sind da noch zuversichtlich was die Durchführbarkeit (unter Auflagen) angeht.
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Beitragvon NFG » So 5. Apr 2020, 18:00

Das Nova Rock im Juni ist auch noch nicht abgesagt soweit ich weiß
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Beitragvon Fabixx20 » Mo 6. Apr 2020, 12:24

Das Nova Rock ist inzwischen abgesagt


https://www.google.com/url?sa=t&source= ... WP&ampcf=1
Zuletzt geändert von Fabixx20 am Mo 6. Apr 2020, 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon NFG » Mo 6. Apr 2020, 20:13

Die strizzis haben gewartet, bis es behördlich keine andere Wahl mehr gab. Bestimmt ein Vorteil in der Verhandlung mit den Bands und Versicherungen.
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Beitragvon zeillerkommentar » Di 7. Apr 2020, 14:41

Hat ja nichts mit Strizzi zu tun. Ist einfach eine Geldfrage, wenn du es vorher absagst hast es Freiwillig gemacht (warum sollt dann eine Versicherung zahlen?) und wenn es behördlich untersagt ist hast du keine andere Wahl - ist also im weiteren Sinne höhere Gewalt und du kannst echt nix dafür.
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Beitragvon don.pedro » Di 7. Apr 2020, 16:58

zeillerkommentar hat geschrieben:. ........ weiteren Sinne höhere Gewalt .......

Ist nicht höhere Gewalt unversicherbar?
Es gibt ja schon "erste geschädigte Ticketinhaber" Lask eurocup, hat der Verein die Ticketpreise zurückerstattet? :idea:
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Beitragvon zeillerkommentar » Mi 8. Apr 2020, 14:32

don.pedro hat geschrieben:
zeillerkommentar hat geschrieben:. ........ weiteren Sinne höhere Gewalt .......

Ist nicht höhere Gewalt unversicherbar?
Es gibt ja schon "erste geschädigte Ticketinhaber" Lask eurocup, hat der Verein die Ticketpreise zurückerstattet? :idea:


Gerade höhere Gewalt ist versicherbar, denk zb an eine Naturschadensversicherung (gegen Hochwasser, Erdrutsch oder Feuer).

Die Versicherung deckt gerade höhere Gewalt ab - also das du eben nichts dagegen machen konntest, quasi den Zufall. Wenn du zb vor einem Feuer unsachgemäß an den Elektroinstallationen im Haus gepfuscht hast und das war die Brandursache, dann steigt die Versicherung aus.
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Beitragvon don.pedro » Mi 8. Apr 2020, 23:08

Electric Love (Sbg. Land) wurde heute abgesagt.
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