Was hilft gegen das Leistungstief

Jeder von uns kennt das, wenn man die ganze Nacht durchfährt kommt irgendwann das Leistungstief. Bei mir meistens so gegen 4 Uhr in der Früh.
Ich wollte mal in die Runde fragen was macht ihr dann?
Trinkt ihr was spezielles(Red bull, Cola) oder nehmt ihr was ( gurana Kaugummi, der Böhm leistungselexier) oder was macht ihr?

Also bei mir stellt sich das nur ein, wenn man auf der Station ist und wartet, bis man den nächsten Einsatz bekommt (oder auch nicht).
Und da hilft bei mir ehrlich gesagt gar nichts… irgendwann döst man ein und wenn man dann ganz besonders „Glück“ hat, wird man (genau dann, wenn man gerade denkt „jetzt schlaf ich schön ein“) mit dem SMS-Geräusch eines 9E1 aufgeweckt und darf sich halb im Sand auf den Weg machen. :wink:

Ich fahr am Land, da wird durchgeschlafen.
Sollts trotzdem mal sein (meistens ein Schas), schimpf ich mich wach :smiley:

Bin zwar auch ein Landei, schlafe daher auch meist durch.
Wenn wir aber in der Nacht 4x Fahren (was bei uns so viel wie die ganze Nacht ist) merk ichs auch, dass ich um ~3-5 Uhr morgens so meine Probleme habe, insbesondere wenn ich extra zu einem sinnlosen HT ausrücken muss…
Das einzige, dass da wirklich hilft ist eine Einsatzmäsige Alarmierung. Da bin ich in einer Sekunde voll da.

Von Red Bull, Cola, Kaffee und Co. würde ich in dieser Situation eher abraten. Hilft zwar kurzfristig, aber nach ca. einer halben Stunde geht es einem noch mieser als vorher. Was relativ gut wirkt, allerdings leider nicht immer möglich ist, wäre ein kurzes Nickerchen zwischendurch bzw. auf der Station gleich hinlegen, und versuchen bis zur nächsten Ausfahrt ein wenig Schlaf zu bekommen. Ansonsten war es zumindest bei mir so, dass ich anfangs im Laufe der Nachtdienste auch gegen 4 Uhr ziemlich müde wurde und sich ein deutliches Leistungsdefizit bemerkbar gemacht hat, mit der Zeit wurde das allerdings immer weniger merkbar. Ich denke also, dass da die Gewohnheit auch durchaus eine Rolle spielt, wie ‚anfällig‘ man letztlich auf Müdigkeitserscheinungen im Laufe eines Nachtdienstes ist.

kann nicht bestätigen, dass man nach red bull nach einer weile noch müder ist.
finds genau richtig um aus einem tief auf „betriebstemperatur“ zu kommen, dann muss man einfach hackeln, dadurch bleibt man dann eh munter.

Dann sag ich Danke für die Tipps, ich schreib mir das auf um neuen Kollegen bei uns alle Tipps zu geben wie sie ihre Tiefs überstehen können.
Weil wir alle als „alte“ Sanis haben unser Strategien aber die Jungen haben bei keinem Thema eine Strategie wie sie damit umgehen sollen.

Natürlich kann man Empfehlungen abgeben, was man probieren kann, aber letzten Endes muss das glaub ich ohnehin jeder für sich selbst rausfinden, da auch nicht jeder gleich auf diverse Methoden anspringt. Bei wuestenfuchs hilft Red Bull offensichtlich, bei mir nicht wirklich (mal davon abgesehen dass ich ohnehin kein Fan von dem picksüßen Gesöff bin…), daher bezweifle ich auch, dass es letzten Endes DAS Wunderheilmittel schlechthin gibt.

Es gibt bei keinem Thema das ultimative das allen hilft.
Man kann Vorschläge machen und jeder nimmt sich dann das dass für ihn passt.

Koffeintabletten wenns wirklich nicht mehr geht, sonst versuch ich irgendeine Kleinigkeit zu essen - hilft mir meistens besser als Cola, RedBull & Co!
Ich persönlich hab mit durchfahren am wenigsten Probleme, weil da ständig der Adrenalin-Schub da ist. Mühsam wird es wenn ich die Nacht (Nächte) davor wenig geschlafen hab, oder wenn die Einsätze so dahin tröpfeln, und man immer wieder einrückt, sich hinlegt usw…
Wir wechseln uns wenn möglich in Nachtdiensten auch nach jeder „Tour“ mit dem Lenken ab, das hilft auch ziemlich gu!

Bei uns ist das mit den Nachtdiensten unterschiedlich… Bin auch am Land aber es gibt Dienste da ist gar nichts zu fahren oder lediglich Abends der ein oder andere HT der Nachmittagspartie. Dann gibts Tage da gehts durch, oder zumindest so gut wie.
Hab mir angewöhnt bis 00:00 mal nicht schlafen zu gehen und mich dann, sollte es Einsätze geben, zwischen denen immer gleich hinzulegen und zu schlafen (kein handy schauen, Fernsehen etc. mehr). Die obligatorische „jetzt rauch i no eine“ Zigarrette nehme ich direkt nach dem Einsatz in der Raucherzone beim jeweiligen KH ein :slight_smile: nicht mehr auf der Dienststelle. So schließe ich aus mich während dieser auf der Dienststelle runter zu holen und dann wieder zum Handy zu greifen. Das hilft halt mir… außer es geht durch :slight_smile: dann hilft natürlich nix :smiley:

Club Mate, pusht ohne nervös und fahrig zu machen…und is doppelt so viel wie 1 RedBull :wink:

Entweder man hält es aus oder eben nicht, diese ganzen Pushmittelchen sind nichts weiter als ein Risiko, man wird zwar „wach“ aber die Leistung stimmt trotzdem nicht, wer so etwas ständig braucht sollte besser Tagdienste machen…

das leistungstief ist ganz normal. der körper befindet sich um diese uhrzeit normal im tiefschlaf.
da hilft nur vorschlafen und dran gewöhnen :wink: - nur die harten kommen durch.

also bei einem freiwilligen der dies nicht gewöhnt ist sind solche Aussagen schon hart.
Weil in Städten wo ich durchfahre wenn man da 1 mal im Monat oder so einen Nachtdienst macht oder am Land wo man meistens eh schlafen kann aber es auch passieren kann das man durchfährt weil eben gerade viel los ist sind solche Aussagen dann sehr hart.

Als freiwilliger am Land hab ich bereits einige Nachtdienste hinter mir, hatte aber erst einmal das Vergnügen, 6 Einsatze in einem Nachtdienst zu haben. Blöderweise hat der Pager immer unmittelbar nach dem Hinlegen geleutet. Das war halt schon ungewohnlich hart weil ich nicht mal 20 minuten „Power napping“ zwischen den Einsätzen hatte. Hat mich bei den Einsätzen aber nicht gestört, bin dann um 7 heimgefahren und hab halt bis 12 geschlafen. Was ich nie könnte und auch sicherlich nie machen werde nach so einem Nachtdienst ist in die Arbeit fahren. Beim Studium ist das glücklicherweise ein geringes Problem.

Als freiwilliger der hin und wieder mal einen 48 Stunden Dienst versieht, denke ich das meine Aussage nicht hart ist sondern Fakt, man muss damit rechnen das man viel fährt und sich darüber „freuen“ wenns nicht so ist.
(Nein wir diskutieren bitte nicht darüber ob so ein 48h Dienst gut oder schlecht ist)

meiner meinung nach hat ein freiwilliger der am tag arbeiten war, nachts nichts hinter dem lenkrad verloren. auch als sani schon bedenklich!

Ich habe heute mit einem Patienten, einem älteren Herren, der in der Wirtschaftswunderzeit ein Transportunternehmen aufgebaut hat darüber gesprochen.
Damals ist er mit Pervitin und Flieger-schokolade mehrere Tage durchgefahren.
Und jetzt wieder ernst!

Koffeintabletten sind wirklich eine gute Notfallvariante, da sie weder süß sind und es von der Menge her sehr geanau dosiert verwendet werden kann. :slight_smile: