"RTW" T5 & T6 ÖRK Steiermark

Gemäß einem Rundschreiben vom LV Steiermark dürfen ab 01.01.2016 nur mehr maximal 5 Personen im T5 bzw. T6 befördert werden.
Das Schreiben bezieht sich auf die Genehmigung der KFZ Prüfstelle des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung.

Sag ich doch schon lang, dass mehr sicher den europäischen Richtlinien für Lebend-Viehtransporte widerspricht.

Guten Morgen Steiermark! :wink: In OÖ war das schon seit Einführung der T5 so. Auf den Dienststellen hat man das bemerkt als der erste den Zulassungsschein ansah.

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Wie viele Sitzplätze gäbe es den überhaupt? Wahrscheinlich 6, oder?

Fahrer, Beifahrer, Sanisessel (gegen Fahrtrichtung), Tragstuhl + Zusatzsessel/2.Tragstuhl, Trage, in Summe 6 Personen. (Nehme ich mal an)

ist allerdings bei den Neuen SEWs (Facelift T5) wieder auf 6 erhöht worden nach eine gewichtsreduktion. T6 wird spannend, gibt es in OÖ glaube ich noch keinen

Hab übrigens bei uns gefragt: die Sprinter KTWs haben 7 Personen im Zulassungsschein stehen - obwohl sie nur 6 Sitzplätze haben :wink:

Die Gewichtsreserve zahlt sich aus ^^

Da wird die Trage als Sitzplatz miteinberechnet → 7

Bei uns in OÖ sind alle T5 (SEW´s) auf 6 Personen typisiert und werden von unserer Leitstelle auch dementsprechend vollgepackt…
Das heißt: HT von 3 Patienten + 1 Begleitperson + 2 Sanis + das entsprechende Gepäck = anstrengend (und leider keine Seltenheit…)

Na zum Glück muss ein KTW/SEW/etc. nicht den Anforderungen für Lebend-Tiertransporte entsprechen… :unamused:

das ist ja der wahnsinn weil auf der einen seite sagt man die leute können nicht mim taxi fahren weil sie medizinische betreuung brauchen und dann sagt man ein zivi kann 3 oder 4 von solchen patienten auf einmal betreuen in einem auto wo man zum hinteren sessel nicht einmal dazu kommen kann während der fahrt.

Die Beschränkung in der Steiermark kommt ja nicht von Ungefähr, dem Roten Kreuz stinkt die Regelung gewaltig.

Vor ca. einem Jahr hat es einen Unfall mit Personenschaden gegeben (nix schlimmes), bei der eigentlich der Unfallgegner schuldig gewesen wäre.
Der RTW war laut Zulassungsschein korrekt mit 6 Personen beladen, nur der gegnerische Anwalt hat den RTW auf die Wage stellen lassen. Natürlich war man über den 3,5 tonnen und die Alleinschuld lag beim Einsatzfahrer…

In diesem Sinne dürften die Sprinter/Crafter-RTW mit gesamt zulässigem Gesamtgewicht von 3,5T alle nur noch in der Garage stehen.
Handelt es sich bei dem geschilderten Vorfall um einen VW Tirgendwas oder um was größereres?
Wie ist das ausgegangen, ich mein der Fahrer hat ja kaum andere Möglichkeiten als sich auf die Zulassung zu verlassen…
Boardjurist, melde er sich;)

Aber ja, ist wohl eine alte Weisheit. Bei einem Unfall mit einem Rettungsfahrzeug auf die Waage stellen lassen, bei einem Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug auf Alko-Test bestehen…

Es war ein T5 Hochdach.
Die Sprinter in der Steiermark sind über 3,5 t typisiert, es geht doch nichts über einen Rettungsführerschein.
Bezüglich Fahrer kann ich dir keine Auskunft geben, sehr wohl doch über die Rechtslage.
Als Fahrer hast du die Verantwortung das Fahrzeug verkehrstauglich zu Betreiben, ist es zu schwer, haftest du.

Nun ja, das ist gar nicht so einfach.

Die relevante Bestimmung dazu ist der § 102 KFG. Da steht in Abs 1:

Da gibts einen Haufen Judikatur dazu, wie sooft im Leben muss man den Hausverstand zu Rate ziehen. Jeder Lenker muss wissen (lernt man ja beim Führerschein), dass das Gewicht eines Insassen mit 75kg angenommen wird. Damit ist eben davon auszugehen, dass ein Fahrzeug im fahrbereiten Zustand x Personen mit dem Standardgewicht von 75kg aufnehmen kann. Wenn man jetzt als KTW 2 Stück Adipositas a 130kg in Fahrzeug hat und sich dann noch überlegt, ob man den dritten a 110kg und die Begleitperson mitnehmen kann sollte man ins grübeln kommen.

Das ganze ist ja sowieso ein Wahnsinn, weil einem im Prinzip niemand verbindlich sagen kann wie die Fahrzeuge gewogen werden (das ist sicher bei jedem Fahrzeug ein bisschen anders).

Würde das ganze seriös ablaufen wüsste man wie viel ein Fahrzeug im Einsatzbereiten Zustand (also mit Material) wiegt und könnte die Zuladung davon abhängig machen. Wird aber niemand wissen weil es den Verantwortlichen in der Regel wohl auch egal sein wird.

Um auf Nummer sicher zu gehen würde ich meinem Verantwortlichen ein Mail schreiben und auf die Problematik hinweisen - im Optimalfall bekommt man als Antwort das eh alles passt. Falls es dann doch nicht passt kann man sich immer noch darauf berufen, denn man hat objektiv alles Mögliche getan hat um sich von der Problematik zu überzeugen (wohlgemerkt als B-Lenker, mit C-Schein gelten bisschen andere Regeln weil man hinsichtlich Beladung und Ladungssicherheit viel höher geschult ist). Das sollte die Strafbarkeit ausschließen.

Eine andere Sache ist natürlich die Dienststelle: Die muss als Fahrzeughalter drauf schauen das die Fahrzeuge passen, außerdem könnte man da durchaus eine „Bestimmung“ zu einem strafbaren Verhalten („Bestimmungstäterschaft“) sehen - damit wäre der Verantwortliche (der gesagt hat es passt eh alles) höchstpersönlich strafbar.

Den Führerschein verliert man deswegen aber nicht so leicht - man bekommt halt eine Geldstrafe.

Eine ganz wichtige Sache: Der § 26 StVO hat überhaupt nichts mit der Beladung zu tun. Also Blaulichtfahrten etc erlauben keine Überladung, keine mangelhafte Ladungssicherung oder die Mitnahme von zusätzlichen Personen. Man müsste in diesem Fall einen Strafausschluss via rechtfertigendem Notstand konstruieren - das wird in der Praxis kaum bis gar nicht möglich sein.

danke das mit der beladung sag ich auch immer den kollegen die sich nicht anschnallen wollen. weil sie glauben immer das alles erlaubt ist auch telefonieren und alles. ist aber nicht so und man bekommt auch genauso eine strafe nur drückt die polizei in wien auch oft ein auge zu wenn was passiert. genauso wie bei der feuerwehr. wenn ich mit denen einen unfall haben ist das erste alkotest was ich verlange und bei der rettung das das auto zu schwer ist weil 3.5 tonnen hat kein rtw in wien auch wenns im zulassungsschein steht…

Ja - mit der Gurtenpflicht und dem Telefonieren hast Du Recht.

Das Alkoholproblem hat die Feuerwehr angeblich schon vor Jahren überwunden. Bis in die 90er soll das tatsächlich noch schlimm gewesen sein. Heute wär das ja so nicht mehr möglich (Vortestgeräte, etc). Früher hat vielleicht der Polizist „nichts gerochen“ und solange nicht passiert ist gabs keine Konsequenz.

Ich hab das selbst schon einmal im Einsatz erlebt. Da hatten wir einen VU und der Verursacher war ein Polizist (aber nicht im Dienst). Der hat auch mit Dienstausweis versucht was rauszuhauen, aber die Polizisten waren eher am „der ist eine Schande für die Polizei“ etc trip. Da war keine Rede von irgendwas unter den Tisch fallen lassen oder so.

Lustig, genau so eine szene mit einem polizisten der privat unterwegs war hatte ich auch schon :wink: da haben seine kollegen ähnlich reagiert wie du es beschreibst [FACE WITH TEARS OF JOY]

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Naja ich habe in meiner alten Arbeit vor einigen Jahren selbst erlebt, wo nach einem feuchtfröhlichen Beisammensein der Feuerwehr einer der Leute nicht einmal den Weg zum Parkplatz gefunden hat sondern von der Feuerwache in die anliegende Rettungswache mit den Worten „Schuldigung wo gehs hier rauss?“ torkelte. Naja nachdem er den Weg dann gefunden hatte, habe ich ihm nachgesehen. 3x darf man raten in welches Auto er am Parkplatz stieg… - ja es war der knallrote PKW mit Blaulichtbalken drauf, auf dem stand Landesfeuerwehrkommando.