Kennzeichnung von Rettungsdienstpersonal

Servus alle miteinander!

Bei uns kam in letzter Zeit immer wieder die Diskussion auf ob es wirklich zweckmäßig ist, sämtliches Personal- also nicht nur Rettungsdienst, sonern auch EAR, KHD, MVD, etc. - in „die passende Jacke“ zu stecken. Somit sehen alle (mehr oder weniger) aus wie Sanis. Natürlich gibts ein paar unterscheide, so haben EAR und Co. z.B. keine Einsatzhose, sehr wohl aber die „normale“ Einsatzjacke.

Jetzt interessiert es mich wie Rettungsdienstpersonal anderswo gekennzeichnet ist, wie man sie einerseits als „Insider“ andererseits als Außenstehender unterscheiden kann.

Ich vermute einmal, das es sich hierbei in erster Linie um ein RK Problem handelt, da „reine RD-Organisationen“ damit weniger konfrontiert sind. Wir erleben es oft, das uns Leute erzählen, dass ihnen die RETTUNG jeden Tag das Essen bringt… :wink:
Was ich schade finde, ist, dass bei uns auf der Jacke nicht die Ausbildungsstufe angebracht ist. Die Samariter haben das recht geschickt gelöst, mit einem zweiten Klett-streifen unter dem fürs Namensschild, auf dem die Qualifikation ausgeschrieben steht. Bei uns haben nur die NFS die drei Buchstaben vor dem Namen stehen (ohne NK´s) , aber wer weiß schon was die bedeuten.
Auch für die interne Erkennbarkeit währs sinnvoll, da sich z.B. ein KHD-Techniker oder ein HÄND-Lenker nicht von einem Sani unterscheiden lässt.

Ear? Mvd?
In germany please

Beim RK in Salzburg tragen alle die nichts mit dem RD zu tun haben keine Einsatzhosen, aber eine „normale“ Softshelljacke. Bei Essen auf Rädern etc. steht hinten auf der Jacke dann aber „Soziale Dienste“ drauf. Notfallsanitäter bekommen eine andere Uniform mit gelben statt silbernen Reflexstreifen. Auch auf den Jacken steht groß „Notfallsanitäter“ hinten drauf. Ist also Intern alles sehr leicht zu unterscheiden.

Im Zuge der Flüchtlingbetreuung entsatnd eben aufgrund der gleichen Uniform für Sanitäter und anderes Hilfs- und Leitungspersonal immer wieder Vewirrung, ebenso auch auf größeren San-Diensten (Donauinselfest, …) wo mehr und mehr technisches bzw. Support-Personal zum Einsatz kam, welches nichts mit der Patientenbetreuung zu tun hatte.

Seit einiger Zeit gibt es dafür eine blaue ASB-Dienstuniform.

Die Kennzeichnung beim ASB wo einerseits der Ausbildungsstand (RS/NFS/NKV/NKI) bzw. die Verwendung (Soziale Dienste, Hundeführer, KHD, etc.) sowohl auf der Brust als auch bei der Einsatzjacke am Rücken getragen wird, sowie die Dunkelblau/Tagleuchtgelben KHD Uniformen sind grundsätzlich schon eine gute Idee.

Essen Auf Rädern
Manager Vom Dienst (früher Journaldienst- nicht verwechseln mit der LST)

Die Idee mit den blauen Uniformen für technisches Personal gefällt mir sehr gut. (y)
Auch die Aufschriften Rettungs-/Notfallsanitäter oder Soziale Dienste klingt sehr vernünftig.

Gerade bei Großschadenslagen ist eine eindeutige Erkennbarkeit des Personals unerlässlich. Ich war vor einiger Zeit bei einer Großübung Leiter 1 und wollte mehrmals KHDler zur Patientenversorgung einzuspannen.

Das ist so nicht ganz korrekt
RS: rote RD Kleidung
NFS: rote RD Kleidung, statt den silbernen Streifen haben diese gelbe und Aufschrift Notfallsanitäter (rk-golling.at/144/images/AMP2012/AMP2.jpg)
EL/OvD und KHD: graue Einsatzhose und rote RK Jacke (sind aber zu 95% auch RS) / EL gelbe Jacke
KIT: zivil mit Latz in Grün - Aufschrift „Betreuung“
Zu Hause Essen: marineblaue Hose, weiße Oberbekleidung. Jacken mit Aufschrift „Soziale Dienste“ (wird aber glaube ich auf grau/rot umgestellt)
Hundestaffel: rote RD Kleidung Aufschrift „Hundeführer“
Mobile Krankenpflege: Zivil mit roter Jacke Aufschrift „Soziale Dienste“ - mancherorts aber auch weißes Gewand und blaue Jacke

Restliches Personal bekommt keine Uniform oder Bestandteile.

@einsatzleitner: was ist ein Manager vom Dienst und was macht der? Oder ist das wieder eine OÖ Wortfindung und soll den Offizier vom Dienst darstellen? Im eigene Namen erfinden, ist OÖ ja federführend (SEW, NAM, Sonderrettungsmittel, usw)

Beim Asb kann ich auch auf den distinktionen erkennen welche Ausbildung jemand hat und zu welchem Bereich er gehört.
Weil die Grundfarbe der distinktion sagt aus welcher Fachbereich, khd, rkt, Funktionär,Arzt, Seelsorger oder auslandsbereitschaft.
Medizinisches Personal haben eine Natter mit Stab, Funktionäre das Asb Rundlogo.
Silberne Natter für diplompflege Personal und Sanis, goldene Natter für NFS und Ärzte.
So hat ein Sani der im khd tätig ist eine silberne Natter auf grünem Grund oder ein Funktionär im rkt hat das Rundlogo auf blauem Grund.
Zusätzlich gibt es für Ausbildungsstufen rückenklett und für sonderabteilungen Aufnäher (Hunde, auslandsbereitschaft, sondereinsatzgruppe allgemein (hilfseinheit) und Cbrne Einheit und Peer/kit).
Somit kann ich jedem ansehen was er ist in dem ich mir die Uniform anschaue.
Alle die grüne distinktionen haben und kein Sani sind können auch die blaue Uniform tragen, wobei das obliegt den Gruppen ob Sie diese kaufen oder nicht.

Nein. Distinktionen mit schwarzem Grund gibt es nur für Ärzte in leitender Position (ab Gruppenarzt wenn ich mich richtig erinnere). Anhand der Distinktionen kann man also nicht unterscheiden ob jemand NFS oder NA ist.

Es gibt für Ärzte ein eigenes Ärzte Abzeichen, damit sind Ärzte als solche klar zu erkennen.
Gibt es sobald man das jus hat.

Ich find die Abkürzungen auf den Keks viel sinnvoller wies zB die MA70 oder JUH haben.
Da kennt sich dann jeder aus, egal welcher Organisation

Der MvD ist wie schon gesagt der „Journaldienst“. Er sitzt als eine Art „Portier“ am Eingang der OS, vermittelt z.B. EH-Kursteilnehmer in den richtigen Lehrsaal, nimmt Telefonate entgegen (keine Notrufe, KT-Bestellungen,etc.) und ist halt im Haus der erste Ansprechpartner für alle „Externen“.
Problem hierbei wieder:
Sieht aus wie ein Sani. Patient mit Medizinischen Beschwerden (nehmen wir den worst-case an: MCI) kommt auf die OS- Kein SEW im Haus, somit auch kein echter Sani - na dann viel Spaß… :unamused:

Und nein, der OvD hießt auch in OÖ OvD, und er sieht natürlich bis auf seinen OvD Überwurflatz genau so aus wie ein Sani.

Naja, die Keks haben ja eigentlich nichts mit der „medizinischen Qualifikation“ sondern mit Führungskräfteausbildungen und Dienstalter zu tun.
Praktisch währs allerdings schon, da ja z.B. KHDler die selben Rangabzeichen haben wie der RD.

Die Distinktionen beim ASB sind natürlich etwas aussagekräftiger als z.B. die genau nichts sagenden Sternderln beim RK.
Sinnvoller finde ich allerdings die Distinktionen wie sie bei der BRW in Verwendung sind - bzw. sehr ähnlich auch neuerdings bei der JUH.
Hier ist beim Fahrdienstpersonal die Sanitäter/Arzt-Ausbildung auf den ersten Blick erkennbar. Lediglich Führungskräfte (die auch als solche eingesetzt sind) tragen auch ihre Führungsdistinktionen.
Der Fahrdienst hat dunkelblaue Distinktionen, schmaler silberner Streifen für RS, breiterer silberner Streifen NFS, noch breiterer Silberner Streifen + silberne Aufschrift NKV, breiter + schmaler silberner Streifen sowie silberne Umrandung und rote Aufschrift NKI, extrem breiter silberner Streifen mit gold/silberner Umrandung sowie rote Aufschrift NA. - Ebenfalls Blau jedoch mit goldener Umrandung und goldenen Streifen tragen die Oberärzte (LNAs).
Dunkelrote Distinktionen Kennzeichnen Unteroffiziere bzw. Offiziere und übergeordnete Führungskräfte (Rettungsdienstleiter, Chefarzt, Abteilungsleiter der Berufsrettung Wien). Je nach Rang und Verwendung verschiedene silberne/goldene Streifen.
Grüne Distinktionen kennzeichnen die Kollegen der Leitstelle - Disponenten haben einen silbernen Streifen sowie die Aufschrift DISP, Leitendes Leitstellenpersonal, sowie technische Offiziere tragen Grün mit silbernen bzw. goldenen Streifen.
Ständiges Lehrpersonal trägt hellblau mit entsprechenden silbernen/goldenen Streifen.

Ahja und anzumerken wäre auch, dass beim ASB die Distinktionen in weiten Teilen gar nicht getragen werden, da sich die Gruppen das Geld für selbige - und auch die Arbeit für die Administration der Ernennungen und Ehrungen - lieber sparen.

Finde es ganz gut wie es in Wien dzt ist. Tätigkeitsbezeichnung gehört sichtbar auf die Brust. Der Pat hat ein Recht zu wissen ob ihn ein Arzt, Rettungs oder Notfallsanitäter behandelt.
Umso unverständlicher finde ich, dass angeblich auf unseren neuen Uniformen weder auf dem Rücken noch auf der Brust Platz für die Tätigkeitsbezeichnungen ist. Lediglich die Schulterklappen bleiben. Finde ich absolut nicht gut.
Die Nö Rk Uniform find ich btw auch nicht gut. Mein voller Name geht niemanden etwas an und die Tätigkeitsbezeichnung auf der Hose sieht keiner. Interessant wie das Salzburg gelöst hat und das es da so grosse Unterschiede gibt innerhalb einer Hiorg.

Sie sagen mir sehr viel, gerade in einem System wo ich sowieso fast nur mir anderen RS zusammenarbeite.

Ich komme als erster SEW zum VU- da ich auf meinem Fahrzeug der Ranghöchste bin übernehme ich die Einsatzleitung- jetzt treffen nach 5 min die nächsten 2 SEW ein und ich erkenne auf den ersten Blick wer von den Kollegen die meiste Erfahrung hat und wer ein Grünschnabel ist und teile dem entsprechend ein - jetzt kommt mit dem 4.SEW ein Hauptsanitätsmeister, ich schließe mich mit ihm kurz und kläre ob er die weitere Einsatzleitung übernimmt oder ob ich weiter machen soll.

Das System macht also durchaus Sinn (ÖBH und FF nutzen das selbe Kexerlsystem), ersetzt jedoch keine Kennzeichnung der „medizinischen Qualifikation“.

Ach gottchen
imho: Das sind die 2 am meisten überschätzten sachen im RD

Ist in OÖE der Ranghöchste also der „Masterchief“, der mit den meisten Sternchen auf den Keksen? Das sind die mit der höchsten Führungskräfte Ausbildung oder? Und was wäre wenn zum VU ein SEW mit nem NFS kommt der aber erst kurz beim RK ist und noch keine Sternchen hat ?

Schön gesagt… - Die Sternchen schauen lustig aus. Die Bedeutung beruht auf Vermutungen.
Nur weil jemand viele Führungskurse besucht hat oder schon lange dabei ist, muss das gar nix heißen. - Jemand der vor 30 Jahren den San-Gehilfen Kurs gemacht hat und seit 2002 mit Müh und Not seine 16 Fortbildungsstunden in 2 Jahren absolviert und im Monat seine zwei Mindestdienste absolviert, wird zwar 3 schöne Sternchen auf der Schulter haben, medizinisch trotzdem weniger Ahnung haben als derjenige mit einem Stern der seit 3 Jahren hauptberuflich dabei ist, zuvor Zivildienst im RD gemacht, mittlerweile NKV ist und in seinen 4 Jahren als Sanitäter bereits über hundert Fortbildungsstunden absolviert hat.
Achja auch wird derjenige der zwar seit 20 Jahren einen FK3 Kurs hat, allerdings seitdem keinen Einsatz und keinen Ambulanzdienst mit mehr als 2 Autos geleitet hat nicht die Ahnung haben, wie jemand mit FK1 der bereits bei zahlreichen Großeinsätzen/Ambulanzdiensten/Übungen eine leitende Funktion inne hatte.

Ich find das interessant, dass es innerhalb Österreichs beim Roten Kreuz doch solche Unterschiede gibt. Das die NFS in Salzburg gelbe statt silberner Reflektorstreifen tragen find ich kurios. Eigentlich traurig, dass da jeder Landesverband wieder sein eigenes Supperl kocht.
Zum Theme Bekleidung beim RK Niederösterreich wäre festzuhalten:

  • Personal der Gesundheits- und Sozialen Dienste (GSD) trägt die rote Einsatzjacke, aber mit der entsprechenden Aufschrift. Dazu gibts weiße Hosen. Das kann für einen außenstehenden schon mal zu einer Verwechslung führen. Wenn man aber bedenkt, dass da zumindest jeder Minimum einen 16h EH-Kurs hat und dazu dann Pflegehelfer oder DGKP, ist es irgendwo noch zu rechtfertigen. Vor allem wenn man will, dass die Leute nicht als Rot Kreuzler zweiter Klasse wahrgenommen werden.
  • Personal des Rettungs- und Krankentransportdienstes trägt die bekannte rote Uniform, ausschließlich mit silbernen Reflektorstreifen. Prinzipiell ist vorgesehen, dass an der linken Hosentasche eine Ausbildungsbezeichnung getragen wird (RS, NFS, NFS/NKA, NFS/NKV). An der Jacke wird das Namensschild getragen (ich finde der Name des Helfers geht den Patienten sehr wohl etwas an). Leider ist es so, dass viele Dienststellen nur die Namensschilder, aber keine Ausbildungsschilder hergeben. Wenn da der einzelene MA nicht dahinter ist, bekommt er die auch nicht.
  • Personal im Innendienst (früher Leitstelle, heute nur noch Verwaltung) trägt die graue Hose zur roten Jacke.
  • Personal ohne medizinische Ausbildung (Realistische Notfalldarstellung, Katastrophenhilfsdienst) trägt khaki-farbene Anzüge.
    Zum Thema Distinktionen: Wäre meiner Meinung nach bei flächendeckendem Einsatz schon sinnvoll. „Nur“ Sterne sagen halt nicht viel aus, weil es sich um reine Alterserscheinungen handelt, die nicht auf ein tatsächliches Können schließen lassen. Wenn man die „Kekserl“ aber richtig ließt, kann ich anhand der Balken erkennen, dass jemand eine Funktion hat (wofür eine Führungskräfteausbildung vorausgesetzt ist), eine Stabsstelle besetzt (Goldhamster), oder ob er bloß Vereinsfunktionär (blaue Schleifen) ist.
    Das mit der besser sichtbaren Qualifikation wäre schon wünschenswert, immerhin schaffen es die meisten Bezirksstelle mittlerweile, einen RSiA als solchen zu kennzeichnen, was früher oft zu blöden Situationen geführt hat. Da hat das RK zugegebenen Nachholbedarf.