"Helfer beim Roten Kreuz: „Es bleibt das Positive“"

http://www.noen.at/mistelbach/bezirk-mistelbach-helfer-beim-roten-kreuz-es-bleibt-das-positive-rotes-kreuz-helmut-zagler-elisabeth-friedl-92745863
Ich sehe den „Rettungsdienst“ in Österreich mehr als kritisch, wenn eine Organisation mit „Ich bin deine Jacke - Hol mich hier raus“ oder „Wir haben die passende Jacke für Dich“ Personen für den Rettungsdienst wirbt. Wir müssen uns eingestehen, dass es wohl kaum eine 16 jährige Person in Österreich gibt, welche SanitäterIn werden möchte.
Sonst sehe ich es im eigenen Umfeld so, dass der hauptamtliche Sanitäter bei den männlichen Mitarbeiter nach dem Zivildienst hängen bleibt, bzw. im späteren Lebensweg einen Knick hat und im besten Fall temporär als Sanitäter fährt um nicht in Arbeitslosigkeit und Mindestsicherung abzurutschen und sich dann doch beruflich umorientiert.
Bezüglich der Aussage: „Man muss helfen wollen.“ so stimme ich zu. Ich habe in Deutschland und Österreich auch mit einigen NFS, DGKP und anderen Gesundheitsberufen mein Problem, wenn diese nur den monetären Aspekt sehen. Dies ist ein Aspekt, sollte aber nicht der einzige sein. Etwas Empathie gehört auch zu dem Job, nur eben nicht wie es einige Vereine sehen nur diese und wer dies beruflich erbringt sollte einen gelben Streifen tragen auf das jeder sieht, dass er oder sie es um des Geldes willen macht. Schließlich hat der Verein, sich vor 100 Jahren schon gegen die berufliche Pflege gestellt und die Frauen und Männer, die entgeltlich gepflegt haben dem ältesten Gewerbe gleichgestellt und zu Beginn die Pflege von Soldaten durch solch „liederliches“ und „ehrloses“ Personal gesetzlich verhindert.
Bis dann festgestellt wurde, dass dieses Personal eben nicht nur durch die Einstellung, dass „Man muss helfen wollen.“ seine Funktion wahrnehmen können muss, sondern auch eine adäquate Ausbildung bedarf um im Zweifelsfall wesentliches von unwesentlichen, notwendiges von überflüssigen, dringenden von nachrangigen und kritisches von unkritischem unterscheiden können muss.
Der Satz „Wir wollen das Beste für unsere Mitglieder und unsere Patienten.“ klingt mir eher wie Hohn im Ohr. Weil was ist das Beste für die Mitglieder - Das sie mehr oder weniger eine viertel bis halbe Stelle „ehrenamtlich“ begleichen, vereinsintern aus und weitergebildet werden, aber nicht doch bei anderen Anbietern und extern, dass man ihnen das Essen zu Weihnachten und ein kleines Geschenk vorrechnet, dass sie ja dann nicht mehr ehrenamtlich seien usw. usw. Bei den Patienten ist die Frage was wohl deren bestes ist - das ein Sanitäter mit Minimalsanforderung antritt, welcher seine 8h im Verein als Weiterbildung macht und nicht über den Tellerrand schaut, bei dem die Rezertifizierung eher Selektion von unliebsamen Personen denn der Qualitätserhaltung dient, die im „RTW“ einen Defi haben, bei dem man denkt aus welchem Museum kommt der bzw. der geringer als die Ausstattung der meisten Firmen ist, wo selbst beim Verbandsmaterial gespart wird und die Diagnostik sich mit Pupillenleuchte, BZ - Messer und Pulsoxy erledigt?
Wie gesagt ich habe nichts gegen das Ehrenamt an sich, aber gegen die, welche mit diesem ihre Zahlen schönen und es dann noch als „Ehrendienst“ und bestmögliche Versorgung darstellen und bei Kritik generell damit kommen, dass alles andere ja wesentlich teurer würde ohne sich einmal Gendanken über eine differenzierte rettungsdienstliche Versorgung zu machen, welche sogar in einem gesundheitlichen Gesamtkontext aus präklinischer, klinischer, ambulanter und pflegerischer Versorgung insgesamt preiswerter werden könnte, wenn die Mittel zielgerichtet eingesetzt und das System von unnötigen Dingen entlastet werden und jeder seinen Job machen kann.

Seh ich anders. Gibt genug leute, die vom Jugendrotkreuz kommen, bzw. einfach so anfangen. Hab selbst auch mit 17 angefangen…
Wenn das bei euch so ist, schade… Bei uns gibts viel Wertschätzung und großen Zusammenhalt untereinander :slight_smile:

@ alexxd_12 also wer im Jugendrotkreuz ist, da sind dann doch auch die Eltern beim Verein und die erklären ihren Kindern dann schon das in Österreich „Rettungsdienst“ kein Broterwerb ist, weil man zu wenig verdient.

Kann ich bei uns so nicht bestätigen - da ist genau gar kein Elternteil beim RK

Bin mit 12 der Jugend beigetreten, wie auch andere Freunde von mir ohne einen persönlichen Kontakt zur Organisation, mittlerweile bin ich Hauptberuflich.
Der Wille zählt, aber natürlich ist es naheliegender wenn man einen Verwandten/Bekannten dabei hat.