D/Köln: Erste Hilfe - Änderungen ab 1. April 2015

Nachstehend noch Beiträge aus der anschließenden Diskussion:

Quelle für den Beitrag sowie für die Auszüge aus der anschließenden Diskussion dazu: rettungsdienst.de

Ich habe mir ausnahmsweise erlaubt, auch die Diskussion hier anzuführen, da sie zeigt, wie widersprüchlich die Reaktion darauf beim „großen“ Nachbarn ist… :astonished:
Vor allem der Kommentar mit den „besseren“ Notfallabfragen und der entsprechenden Anleitung gefällt mir, entspricht das auch bei uns der Realität.

Welche Meinung habt ihr zu einer kürzeren EH-Ausbildung?

9h reichen, wenn man das ganze Unnötige aus dem Kurs rausschmeißt.

Wobei es um eine Grundsatzfrage geht: sehen wir den betrieblichen Ersthelfer als ersten „gscheit“ ausgebildeten Helfer der Rettungskette an - dann sind die aktuellen 16h aus meiner Sicht genau richtig. Der soll ruhig auch lernen, was ein Herzinfarkt genau ist. So erkläre ich das auch in einem 16h-Kurs, und erreiche damit durchwegs Akzeptanz der Teilnehmer_innen.

Wollen wir nur Lebensretter ausbilden - da reichen 9h auf jeden Fall.

Das sehe ich genauso, rein auf wirklich lebensrettende Maßnahmen beschränkt, wären neun Stunden ausreichend. Dafür ist etwa die Führerscheinausbildung mit nur 6 Stunden zu kurz. Was eine ordendtliche Ausbildung mit gewissen Hintergrundinformationen anbelangt, kann ich mich benefalls nur anschließen. Dafür sind neun Stunden dann doch zu kurz. Generell kommt es auch immer auf die Teilnehmer an, in welcher Zeit man fertig wird. Wenn alles ausgezeichnet funktioniert und die geübten Maßnahmen passen, sehe ich keinen Grund, mit Gewalt volle 16 Einheiten zu erreichen. Da kann man im Bedarfsfall im Einvernehmen mit den Teilnehmern durchaus etwas früher aufhhören, wenn es keine Fragen und Themen oder Übungsbedarf mehr gibt.

Für eine generelle Kürzung sind die angeführten Argumente etwas fadenscheinig. Eine Erste Hilfe-Anleitung per Telefon ist super, noch besser ist es aber immer, wenn die Maßnahmen noch Großteils bekannt sind. Die durchgeführte Vereinfachung ist gut und schön, aber gerade dann sollte noch größeres Augenmerk auf die Praxis gelegt und diese bestmöglich eingeübt werden. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass bei aller Praxisorientierung auch ein gewisses Maß an Theorie seine Berechtigung hat. Schließlich tauchen, zumindest in den öffentlichen Grundkursen, oft die verschiedensten Fragen auf, die beantwortet werden sollen und oft im Zusammenhang mt theoretischen Inhalten des Kurses stehen. Auf diese Weise lässt sich das Interesse der Teilnehmer sogar mit diversen ohnehin vorgesehenen Inhalten verknüpfen.

Davon abgesehen: Wem bei 16 Stunden zu wenig Zeit zum Üben bleibt, der macht irgendetwas falsch.