Bericht des Rechnungshofes bezüglich Gesundheitswesens

Hallo da wir ja immer gerne Klagen, dass unsere Ausrüstung, Ausbildung besser sein könnte und dann geantwortet wird: „Ja wir bekommen nicht genug Geld um das zu finanzieren.“ Hier einmal der Bericht des Rechnungshofes :http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/_jahre/2017/berichte/teilberichte/bund/Bund_2017_10/Bund_2017_10_1.pdf dazu noch der Artikel aus der Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5185543/Die-Gesundheitsreform-hat-nichts-veraendert?from=suche.intern.portal
Hier stehen 520,44 Mio € für das Rettungswesen (Leider aber ohne zu beschreiben, was hier unter dem Rettungswesen subsummiert wird). Allerdings kann ich sagen, wenn ich die Zahlen betrachtet welche der Rechnungshof aufzeigt, dass etwas 10 % der Ausgaben im Rahmen der Bezahlung von erbrachten Leistungen wieder zurückfließen.
Nur mit mehr als einer halben Mrd. € sollte eine adäquaten Rettungsdienst betreibbar sein, selbst wenn ich mit hauptamtlichen Kräften mit etwa 2.200 € Einstiegsgehalt rechne. Da wenn ich die Zahlen von Deutschland auf Österreich umsetze bin ich bei einem Bedarf von 6.000 Hauptamtlichen in ganz Österrreich und das wären auch nur bei 190 Mio € Gehaltskosten im Jahr von denen 16,3 Mio wieder zurückflössen im Jahr als Lohnsteuer. Da blieben immer noch 330 Mio € für Ausbildung, Fahrzeuge und Material und das sollte wohl reichen für Österreich! Auch wenn mehr gerne willkommen ist)

Noch gar nicht mit eingerechnet was die Arbeitslose für 6.000 Menschen kostet.
Aber wie heißt es so schön in unserem Land: Weil’s schon immer so war! …und hätten wir eckige Räder, so müssten die Räder eckig bleiben, weil bei uns die Räder schon immer eckig waren.

Ach ja und nein, die Ehrenamtlichkeit wäre trotzdem nicht abgeschafft. Siehe Deutschland, dort nutzt man sie um eine ordentlich strukturierte, organisierte und trainierte Einheiten für den Großschadens- und Katastrophenfall vorzuhalten.

das stimmt in Teilen in Österreich soll jeder alles können und den RS muss mal jeder haben. In Deutschland sind die Ausbildungen anders strukturiert. Wenn ich in einer Hilfseinheit Beleuchtung bin, dann brauch ich nicht den RS zu haben, sondern besser eine technische Ausbildung. Wenn ich in der Feldküche bin ist eine Kochausbildung auch zielführender usw. Damit gewinnt man dann auch Ehrenamtliche die eben nicht am Patienten tätig sein wollen.
Nur in Österreich schickt man wie es die HiOrg beschreiben eine SMS und dann stehen hunderte Helfer da, welche die Schneeschaufel führen können, weil man garnicht das Material für Einsätze hat. Nur dafür ist auch die öffentliche Hand zuständig und wie gesagt wenn die öffentliche Hand eine Einsatzorganisation regulär betreiben würde, würde ich schon einmal interesse bekunden. Als Beispiel böte sich da die Miliz an, da gibt es dann eben nicht nur Jägerkompanien und par Pios, ABCler der Miliz. Sondern ich würde nach einer Lagebeurteilung in den Bundesländern ein Territorialheer welches zu 99 % aus der Miliz besteht implementieren, was im Zweifel von A wie ABC - Abwehr bis Z - Zivilschutz alles anbieten kann und durch den LH bei Feststellung der Katastrophe herangezogen werden kann und zwar fachlich qualifiziert und entsprechend ausgestattet um die Aufgabe zu erfüllen.

Und vor allem mit viel besser funktionierenden Kommandostrukturen :smiley:

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Den Artikel hatte ich letztens auch gelesen gehabt. :bulb: