Angst vor Fentanyl?

Habe dies durch Zufall auf dem Blog von Doccheck entdeckt , was sind eure Meinungen dazu?

Nebenbei gibts außerdem noch nen Kleinen Exkurs zum Thema Schmerztherapie , sehr lesenswert :wink:

news.doccheck.com/de/blog/post/7 … tanyl-hat/

Meine Meinung?
Der Beitrag ist sehr informativ und interessant geschrieben und so wie es unfähige Sanitäter gibt, gibt es auch unfähige (Not-)Ärzte.

Unfähig, dieses Urteil erlaube ich mir nur aufgrund eines wischi waschi Blogs auf Bruhaha netdoctor nicht abzugeben. eher finde ich es verantwortungsvoll wenn man seine grenze / Möglichkeit :angry: kennt. das ist ein saniirglauben dass man smg ohne einen plan „b“ und einer engen monitorisierung verantwortungsvoll geben kann. freilich wird’s oft gemacht. aber richtig ist es nicht.

Sehe ich anders: 1. Ist Schmerztherapie wirklich eine absolute Basic-Fähigkeit und 2. gibts mit Naloxon einen Antagonisten der wirklich auf jedem NEF zu finden ist.

Die Sache mit dem Monitoring ist jedenfalls ein guter Punkt. Aber sonst? Gerade bei „normalen“ Traumapatienten? Der wird von 100-200mcg Fenta ned gleich ins Nirvana übertreten! (Und es wär auch ned so selten das Patienten mit 2 offenen Unterschenkeln auch mehr brauchen!)

Und wer Angst vor Atemdepression hat nehme (beim sonst gesunden Traumapatienten) einfach Ketanest. Da kann dann wirklich relativ wenig schief gehen…

Ich kann dem Artikel nur beipflichten.
Ein Notarzt muss in der Lage sein eine adäquate Schmerztherapie durchzuführen, dazu hat er mehrere Möglichkeiten - nichts tun ist jedenfalls keine Lösung, denn dazu braucht man ihn nicht, das kann man als Sani auch sehr gut.

Zu jeglicher Schmerztherapie gehört die Möglichkeit der Nebenwirkung einer Atemdepression, die bis hin zur Intubationspflicht reichen kann. Ein Notarzt muss auch in der Lage sein mit dieser Nebenwirkung umzugehen und das adäquate Mittel O2/Esmarch/Wendeltubus/assistierte Beatmung/endotracheale Intubation bzw. bei Fehlschlagen Alternativen anzuwenden. Ein Notarzt der davor Angst hat, ist wie ein Industriekletterer mit Höhenangst, ein Bergarbeiter mit Raumangst, o.ä.
Leider gibt es allerdings solche Exemplare. :cry:


rettungsdienst.de/nachricht … hwer-43617

Noch mal, bitte den netdoctorbeitrag genau lesen, Deutschland, Notarzt, kann in manchen Gegenden nicht mit unserem .at System verglichen werden.
Es steht im Beitrag auch nichts davon dass der Notarzt vor dem zufällig eintreffen des FA für Narkose nichts gemacht hat.
Kein Suchtmittel zu geben hat nichts auch nichts mit Angst zu tun. Ob ein Antitod vorhanden war steht auch nirgens. Bitte den Artikel in Netdoctor nicht zu ernst nehmen. :ugeek:

Etwas OT, aber das müsste dann aber für die Diskussionen bezüglich der Qualifikation der Sanitäter in diesem Forum erst Recht gelten.
Klar, gibt es einige Punkte die man verbessern sollte, aber manchmal hat man fast den Eindruck, dass ehrenamtliche Sanitäter nichts anderes als Stümper seien, die die Patienten regelmäßig umbringen.

Wenn sich in einem Beitrag ein fliegender Notarzt über die Qualifikation seines bodengebundenen Kollegen beschwert kann man wohl davon ausgehen, dass die Ausbildung der beiden Notärzte, wohl vergleichbar ist und es sich nicht um einen „Alleinfahrer“ handelt und damit der deutsche Notarzt in diesem Fall wohl vergleichbar mit einem österreichischen Notarzt ist.

Ließ du doch mal genauer. Du kannst den Beitrag auch beim „Original-Blog“ (btw ein sehr guter) nachlesen: narkosearzt.wordpress.com/2017/ … ssbraucht/

—> und ja, Naloxon ist vorhanden. Das trau ich mich sehr viel drauf wetten. Das ist ein essentielles Medikament in der Notfallmedizin und wird in D/A/CH auf jedem Notarztmittel vorhanden sein! Es ist von der WHO auch als „unentbehrliches Arzneimittel“ gelistet :wink:

Die wesentliche Punkte stehen ja eh im Beitrag:

—> Es scheint also so zu sein, als ob ein bodengebundener Notarzt einen Hubschrauber nachgefordert hat und diese Nachforderung gleichzeitig mal zum Anlass genommen hat einfach nix zu machen. Das steht da so eindeutig drinnen. Wenn der Patient vor Schmerzen schreit wenn der NAH hat der Vorbehandler irgendwas falsch gemacht. Und bei Roller gegen PKW ist eine Einklemmung mit schwieriger Bergung auch sehr unwahrscheinlich (und selbst da kann man mit Esketamin i.m. sehr gut was machen ohne die Atemdepression fürchten zu müssen!)