144-NNÖ sucht Journalärzte

Nachstehende Ausschreibung wurde heute auf der News-Seite von 144-Notruf-NÖ (Wichtige Informationen für den Fahrdienst) gepostet:

Die nachstehenden Details findet man hier:

Dieser Job entspricht daher nicht ganz dem des „Journalarztes“ bei der MA70, wobei dieser meines Wissens nicht nur in der LSt. sitzt, sondern auch
Oberarzt und gleichzeitig der diensthabende LNA ist und als solcher auch ausfährt. Ersuche jedoch um kurze Info der Wiener Kollegen,
ob dies noch so ist.

Prinzipiell ist dem noch so, wenngleich zu „regulären“ Großschadensereignissen (Brand, CO, …) nur der EL Rettung (= HIO) ausfährt.
Zu „spektakuläreren“ Sachen kommt dann auch der Journalarzt als LNA dazu. Hin und wieder führt der LNA auch Qualitätskontrollen bei Regeleinsätzen durch.

Ohne das ganze qua qua durchzulesen : 421,80 brutto für einen 12h Dienst für einen Arzt mit ius practicandi… :mrgreen: bin mal gespannt wieviel Wahnsinnige sich da melden… :open_mouth:

Zeit wirds…

Erstmal Hallo hier.
Aber wofür wird es Zeit? Dafür dass RTW als BLS-Rettungsmittel abgestempelt werden?

Ja…ich hab mir das gleiche gedacht. Ein RTW muss nicht automatisch eine BLS Einheit sein. Schade das NNÖ das nicht so sieht. Ich mein es ist prinzipiell schon zubegrüßen, dass 144 einen Journalarzt installieren will, welcher sich mit den diensthabenden Mannschaften beschäftigt. Die Frage ist hald nur, ob der dann auch sinnvoll eingesetzt wird. Eben für NKx Anwendungen, wenn NAW nicht verfügbar oder um nicht unbedingt notwendige Notarzteinsätze zu vermeiden.

Ich meinte, dass es Zeit wird, die Sinnhaftigkeit mancher NA-Nachforderungen oder Sekundärtransporte zu hinterfragen. Ich erlebe immer wieder wirklich haarsträubende Nachforderungen bzw. Sekundäranforderungen, da gehört einfach eine Instanz eingeführt, die z.B. der RTW-Besatzung sagt, dass es wenig sinnvoll ist, für einen stabilen Patienten ein NA-Mittel zu belegen. Auch im Sekundärbereich brauchen scheinbar manche Stationsärzte eine Anleitung, welche Patienten mit welchem Einsatzmittel transportiert werden sollten - auch hier geht es um Effizienz und sinnvollen Mitteleinsatz…

Also prinzipiell hast Du da schon recht, aber einige Mängel in der Primärrettung sind sicherlich hausgemacht!
Denke nur mal an die Besetzung der RTW’s, da hier in der RKT nur die Minimalstanforderung vorgeschrieben wird… :unamused:
Natürlich ist das der „Freiwilligkeit“ geschuldet, da man den Bezirksstellen bzw. den RS nicht zutraut die entsprechende
Ausbildung zu absolvieren…
Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, oder?

Da brauchts zu allererst mal keinen Journalarzt, sondern ENDLICH eine SINNVOLLE AUSRÜCKORDNUNG !!! Wie soll der Journalarzt denn bitte den Patientenzstand vor Ort einschätzen ??? Einen stabilen Patienten sollte eigentlich die RTW Besatzung selbst erkennen. An anderer Seite wird in diesem Forum diskutiert dass man NÄ vor Ort eigentlich nicht mehr benötigt, da die Sanitäter der Zukunft mit 100tern Kompetenzen eigentlich selbst welche sind, hier brauche ich einen NA in der Leitstelle um einen stabilen Patienten per Telefon zu verifizieren ?? - Verkehrte Welt. :blush:
Im Sekundärbereich sollte es ganz einfach klare Regelungen und Abstufungen geben (Gutes Beispiel Graz), dann brauch ich den Journalarzt eigentlich nicht mehr. Bis jetzt will sich jeder im Krankenhaus nochmal doppelt absichern ,…unter dem Motto,…„Naja…da nix sein kann schick ma halt den SNAW“ bei jedem „Hanttascherltransport“
Wenn man sich so ganz nebenbei das Anforderungsprofil des Journalarztes ansieht, der eigentlich ein erfahrener NA sein sollte und das mit der schlechten Bezahlung (421€ Brutto für 12h Dienst) kann ich mir schon vorstellen wer dort landet. Niemand oder gestrandete die sonst keiner wo mehr will.